1. Startseite
  2. Schwarzpulver & Imperien
  3. Großer Nordischer Krieg
  4. Poltawa

Schlacht

Poltawa

8. Juli 1709

Die Belagerung bindet das schwedische Heer; die Redouten reißen seine Ordnung auseinander, bevor die russische Linie zum Gegenangriff übergeht.

Militärgeschichte

Wie brachten eine begrenzte Belagerung, eine unvollständige Stellung und der Verlust des Zusammenhalts das schwedische Heer bei Poltawa zu Fall?

Poltawa war weder die bloße Einnahme einer Stadt noch die augenblickliche Vernichtung des gesamten schwedischen Heeres. Die von Kelins Garnison gehaltene Festung band das Heer Karls XII. lange genug, dass Peter I. die Worskla überschreiten und ein Lager, Redouten und eine Schlachtlinie vorbereiten konnte. Am Morgen des 27. Juni nach julianischem Kalender erreichte der schwedische Angriff die Feldwerke, verlor dabei jedoch seinen Zusammenhalt; die Linienschlacht entschied den Kampf, ehe der Fluss und der gescheiterte Übergang bei Perewolotschna aus der taktischen Niederlage den Verlust des Feldheeres machten.

Die Belagerung bindet die Entscheidung

Die Festung Poltawa kontrolliert eine Achse zur Worskla und nach Perewolotschna. Schwedische und kosakische Kräfte blockieren sie ab dem 1. Mai, doch das Museumsdossier geht nicht von einer Folge massiver Sturmangriffe aus: Kelins Garnison und die Belagerungsarbeiten binden vor allem die Heere um die Stadt.

Zwei Stellungen um Poltawa

Am Vorabend der Schlacht liegt das schwedisch-ukrainische Lager südlich des Jakiwtschanskyj-Waldes, in den Laufgräben unterhalb der Festung und um Puschkariwka. Das russische Heer hält bei Jakiwzi ein Lager zwischen den Wäldern und hinter der Tachtauliwska-Schlucht; die Worskla begrenzt seinen Rücken, und die Ausgänge bilden keine geschlossene Umwallung.

Zeit wird zum Feldwerk

Nach dem russischen Übergang über die Worskla decken Redouten den Raum zwischen den Wäldern und dem Lager. Sie sollen Bewegungsbahnen begrenzen, die Infanterie verzögern und die Kavallerie schützen. Von einer durchgehenden Mauer zu sprechen, ginge über die Aussagekraft des Dossiers hinaus. Archäologische Forschungen bestätigen die Wirkung einzelner Stellungen, lassen ihre genaue Geometrie jedoch offen.

Militärgeschichte

Quellenangaben

Primärquelle — amtliches ArchivregisterPierre Ier, lettre à S. A. Kolychev sur Poltava et Perevolochna

Registre fédéral des documents uniques, notice 473 : lettre datée du 27 juin 1709 ; notice et relation jointe sur la bataille de Poltava et la capitulation de Perevolochna du 30 juin.

Chronologie des russischen Berichts, verkündetes Ergebnis und Kapitulation; amtliche Quelle, die mit gegnerischen Zeugnissen und Facharbeiten abzugleichen ist.

Ansehen ↗
Gedruckte Primärquelle — Russische NationalbibliothekКнига Марсова, или воинских дел от войск царского величества российских

Notice RUSNEB, édition commencée en 1713, cote P-67 : 105 feuillets de relations et plans ; la notice précise que les textes et les images ont été complétés et remaniés progressivement.

Russische Drucktradition und Herkunft der Pläne; als zeitgenössische Quelle verwendet, nie als alleinige Instanz für Propaganda, Verluste oder die Geometrie der Redouten.

Ansehen ↗
Institutionelle Quelle — National Historical and Cultural Reserve Poltava BattlefieldMuseum exhibition — The True History of the Battle of Poltava

Halls 5–8 : blocus de Poltava, déploiement au 26 juin, franchissement de la Vorskla, camp et redoutes, deux temps de la bataille, pertes estimées et capitulation à Perevolochna ; Hall 9 : construction de la mémoire et de la version officielle.

Feldzugschronologie, relative Stellungen, Größenordnungen, Funktion der Redouten, zweiteiliger Ablauf, Ausgang und Kritik des imperialen Gedächtnisses.

Ansehen ↗
Institutionelle Quelle — Dossier des SchlachtfeldmuseumsОблога Полтави в 1709 році: міфи і факти

PDF, pp. 1–2 : garnison de Kelin, distinction entre habitants et soldats, critique du récit des 2 600 citadins et des 87 jours d'assauts, début de la blockade et fonction stratégique du siège.

Sensible Aussagen zu Garnison und Belagerung; Unterscheidung zwischen bindender Belagerung und Erstürmung der Stadt.

Ansehen ↗
Transkribierter zeitgenössischer Bericht — russische PerspektiveRussian Account of Poltava, relation reçue à Mons le 13/24 juillet 1709

Paragraphes sur le franchissement de la Vorskla le 20 juin, l'approche du 24, l'attaque du 27, la colonne de Roos, le déploiement à 9 heures et la poursuite ; transcription moderne signalée comme une relation reçue de témoins russes.

Operative Abfolge und Namen von Abteilungen in der russischen Überlieferung; wegen Perspektive und Überlieferungsweg wird jedes Detail abgeglichen oder vorsichtig formuliert.

Ansehen ↗
Zeitgenössisches schwedisches Zeugnis — Project-Runeberg-AusgabeRobert Petrés dagbok under kriget, 1709

Karolinska krigares dagböcker, vol. I, édition 1901, pp. 279–284 du scan numérique : entrées des 17–22 juin sur les ouvrages, la blessure de Charles XII et des régiments décrits comme affaiblis par marches, faim, froid et combats ; OCR à contrôler, à distinguer d’un ordre de bataille complet.

Schwedische Sicht, Zustand der Truppen und Verwundung des Königs vor der Schlacht; begrenzt ausdrücklich die Aussagekraft taktischer Details aus diesem Tagebuch.

Ansehen ↗
Wissenschaftlicher Beitrag — Institut für Geschichte der UkraineBo Knarrström, Archaeology in Poltava. Results from the 2007/2008 field seasons

Dans les actes de la conférence Poltava 1709, PDF, pp. 44–45 : questions sur la fiabilité des cartes et des récits, redoutes dont la position exacte reste non établie, et effet important attribué à la redoute n° 3.

Archäologische und kartografische Grenzen bei Zahl, Form und Lage der Redouten; Begründung der nicht metrischen didaktischen Karte.

Ansehen ↗
Militärhistorische FachzeitschriftGunnar Åselius et Fredrik Eriksson, Tenacious retreat of Sweden as a great power

Baltic Worlds, vol. IV:3, 2011, pp. 28–31 : redoutes et géométrie toujours discutées, six bataillons de Roos isolés, attente du corps principal, artillerie russe et divergences sur les pertes et l'interprétation de la blessure de Charles XII.

Fachlicher Abgleich der Abfolge Redouten–Roos–Linie und Einordnung historiografischer Abweichungen.

Ansehen ↗
Wissenschaftlicher FachartikelSergey Ivanyuk, The Forgotten 5th Battalion: To the Question of Garrison of the Poltava Fortress in 1709

Vestnik Volgogradskogo gosudarstvennogo universiteta, série 4, 2014, résumé et conclusion : les effectifs de la garnison restent discutés ; l'auteur reconstitue un cinquième bataillon à partir de lettres et documents.

Obergrenze für die Garnisonsstärke und Zurückweisung einer als völlig gesichert dargestellten Zahl für Kelins Truppe.

Ansehen ↗
Wissenschaftlicher Artikel — Harvard Ukrainian StudiesAlexander Kamenskii, The Battle of Poltava in Russian Historical Memory

Harvard Ukrainian Studies, vol. 31, 2009–2010, pp. 195–204, notamment PDF pp. 2 et 5 : lettres de Pierre après la bataille, contrôle de l'information, version officielle construite et absence de mémoires russes de vétérans.

Kritik offizieller russischer Erzählungen und heroischer Anekdoten; dient nicht allein zur Rekonstruktion taktischer Bewegungen.

Ansehen ↗
Wissenschaftlicher Artikel — Harvard Ukrainian StudiesKristian Gerner, The Battle of Poltava as a Realm of Memory and a Bone of Contention

Harvard Ukrainian Studies, vol. 31, 2009–2010, pp. 679–693, notamment PDF pp. 1, 3 et 10–13 : significations divergentes de Poltava dans les mémoires russe, suédoise et ukrainienne.

Strategische und politische Tragweite, ohne ein nationales Gedächtnis zum Beleg einer Absicht oder eines taktischen Ergebnisses zu machen.

Ansehen ↗
Historische institutionelle Karte — Russische StaatsbibliothekPlan du combat près de Poltava

Notice RUSNEB : carte manuscrite, une feuille, échelle 1:33 600, cote Кo 3/VI-18, environs de Poltava ; la carte est une source de comparaison, à distinguer d’un relevé moderne.

Kartografischer Rahmen und Toponyme; die endgültige Geometrie ist bewusst vereinfacht, ihre Unsicherheiten sind ausdrücklich benannt.

Ansehen ↗

Redaktion: BattlesInMotion.com