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Schlacht

Castillon

17. Juli 1453

Ein Artillerielager und seine Reserven brechen Talbots Entsatzmarsch.

Militärgeschichte

Wie verwandelt das um die Artillerie vorbereitete französische Lager einen englischen Marsch erst in einen Sturm und dann in einen Zusammenbruch?

Am 17. Juli 1453 kommt Talbot der von den Franzosen belagerten Stadt Castillon zu Hilfe. Er drängt einen Außenposten zurück und greift dann ein befestigtes, mit Artillerie besetztes Lager an. Feuer und Hindernisse halten seine Männer auf; die Ankunft der Bretonen ermöglicht den Gegenangriff. Talbot wird getötet, und die französische Rückeroberung Guyennes geht weiter.

Der Entsatz Castillons

Der Ort wird seit dem 13. Juli belagert. Talbot verlässt Bordeaux am 16. Juli und trifft am 17. mit einer Streitmacht ein, deren Gesamtstärke je nach Text variiert; sein unmittelbares Ziel ist die Befreiung Castillons. Eine vom Belagerungskontext unabhängige Feldschlacht liegt außerhalb des Dossierumfangs.

Ein Lager, das den Stoß aufnehmen soll

Das französische Dispositiv bündelt Tross, Artillerie und Truppen in einem durch Gräben und Palisaden geschlossenen Feld. Die Quellen beschreiben ein Lager zwischen Dordogne und Lidoire, einen Posten bei Saint-Florent und eine bretonische Reserve auf den Höhen; die genaue Lage bleibt eine archäologisch umstrittene Rekonstruktion.

Die Information, die den Angriff auslöst

Die Verteidiger Castillons lassen Talbot ausrichten, die Franzosen verschanzten sich aus Angst; der Abzug französischer Pferde wirbelt danach Staub auf, der als Räumung gedeutet wird. Die Texte belegen die englische Wahrnehmung, nicht aber, dass das französische Lager absichtlich als Falle dargestellt wurde.

Zahlen mit gleichbleibendem Bezugsrahmen

Die dem französischen Dispositiv zugeschriebenen 1.600 bis 1.800 Bewaffneten und Bogenschützen sowie 700 Kanoniere sind keine Gesamtzahl des gesamten königlichen Heeres. Für Talbot nennt der königliche Brief vom 22. Juli 6.000 bis 7.000 Anglo-Gascogner, während die anonyme Fortsetzung der Chronik von Monstrelet und andere Chronisten andere Verteilungen bieten; auch Tote und Gefangene werden abweichend angegeben.

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Chronologisches Dossier

Schlacht · 26. August 1346CrécyAm 26. August 1346 trifft Eduard III. nahe Crécy auf das Heer Philipps VI. Seine Waffenknechte kämpfen zu Fuß, unterstützt von Bogenschützen und Truppen in der Tiefe. Die Franzosen treffen ein, ohne ihre Angriffe koordinieren zu können. Ihr Scheitern überlässt den Engländern das Feld; diese ziehen anschließend nach Calais.Schlacht · 19. September 1356PoitiersAm 19. September 1356 holt Johann II. den Schwarzen Prinzen nahe Poitiers ein. Die Anglo-Gasconen verteidigen Zugänge, die durch Hecken und Gräben verengt sind. Die französischen Angriffe folgen aufeinander, ohne sich dauerhaft zu unterstützen. Ein Gegenangriff bringt schließlich die königliche Schlachtordnung zum Einsturz; Johann II. wird gefangen genommen.Schlacht · 25. Oktober 1415AgincourtAm 25. Oktober 1415 findet Heinrichs V. nach Harfleur geschwächte Armee den Weg nach Calais versperrt. Zwischen zwei Wäldern bündeln sich die französischen Angriffe gegen englische Bogenschützen und Waffenknechte. Der aufgeweichte Boden, der Beschuss und die Enge verstärken einander. Auf den englischen Sieg folgt die Hinrichtung vieler Gefangener.Schlacht · 18. Juni 1429PatayAm 18. Juni 1429 zieht sich das englische Heer nach den französischen Erfolgen an der Loire nach Norden zurück. Die Vorhut La Hires und Xaintrailles holt es ein, bevor es seine Verteidigung ordnen kann. Der Zusammenstoß und die Verfolgung brechen den Zusammenhalt; Talbot wird gefangen genommen. Der Langbogen bleibt wirksam, braucht aber Zeit zum Aufstellen.

Militärgeschichte

Quellenangaben

Zeitgenössische anonyme Chronikfortsetzung, in didaktischer QuellenausgabeContinuation anonyme de la Chronique de Monstrelet — récit de Castillon, 1453

PDF pp. 44–45, source 29 « Defeat in Aquitaine: Battle of Castillon, 1453 » : siège du 13 juillet, fortification du champ, arrivée de Talbot le 17, attaque du camp, feu des couleuvrines et ribaudequins, mort de Talbot et de son fils. L'introduction du recueil, PDF pp. 5–6, précise que les sources 28 à 30 appartiennent à la continuation anonyme après 1444, malgré l'étiquette « Monstrelet » donnée à la source 29.

Chronologie des Gefechts, Organisation des französischen Parks, Entsatzmarsch, Lagersturm und Ausgang; Zahlen werden mit dem Umfang des Berichts und der kritischen Zuschreibung der Sammlung übernommen. Eine Zuschreibung an Monstrelet selbst geht über die hier verwendete Dokumentation hinaus.

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Kritische Ausgabe eines zeitgenössischen BriefsLettre sur la bataille de Castillon en Périgord, 19 juillet 1453

Bibliothèque de l'École des chartes, t. 8 (1847), pp. 245–247 ; l'introduction pp. 245–246 précise que la lettre, copiée dans le manuscrit BnF français 8346, repose sur des nouvelles arrivées à Angoulême le lendemain et n'est pas un témoignage oculaire.

Überprüfung der zeitlichen Nähe des Berichts, Siegesmeldung, Talbots Tod und Grenzen des Briefs als direkter Zeuge.

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Militärhistorische FachmonografieG. du Fresne de Beaucourt, Histoire de Charles VII, tome V

PDF pp. 187–190, chapitre consacré à Castillon et notes 1–9 : message reçu par Talbot, camp entre Dordogne et Lidoire, Saint-Florent, mont Horable, variations d'effectifs, attaque des palissades, sortie bretonne, mort de Talbot, pertes et reddition ; p. 279 pour la transcription de la lettre de Charles VII du 22 juillet.

Abgleich der Chroniken, Unterscheidung von Varianten bei Stärke und Verlusten, Aufbau der taktischen Kette und Lokalisierung der Ausgabe des königlichen Briefs, ohne einen späten Bericht zur einzigen Gewissheit zu machen.

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Zeitgenössischer königlicher Brief in historischer AusgabeCharles VII, lettre sur la victoire de Castillon, 22 juillet 1453

G. du Fresne de Beaucourt, Histoire de Charles VII, tome V, PDF p. 279 : force adverse de 6 000 à 7 000 hommes, arrivée vers neuf heures, morts de Talbot et de son fils, fuite et catégories de captifs ; la lettre est distinguée de celle écrite à Angoulême le 19 juillet.

Anglo-gascognische Stärke im königlichen Bezugsrahmen, berichtete Uhrzeit, Tod Talbots und seines Sohnes, Flucht und Gefangene; diese Angaben werden mit den Chroniken verglichen statt verschmolzen.

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Institutioneller Bericht zu Archäologie und KartografieBilan scientifique 2021, Castillon-la-Bataille : Dordogne et Lidoire

PDF pp. 11–13, notice Castillon-la-Bataille : plaine de Colly, camp supposé à l'est de Castillon entre Dordogne et Lidoire, abbaye de Talbot, gué du Pas-de-Rauzan ; pp. 12–13 et p. 13 signalent les hypothèses cartographiques et la poursuite de la recherche.

Begrenzung der Karte, Identifizierung der hydrografischen Zwänge und Hinweis, dass die archäologische Lage des Lagers nicht endgültig feststeht.

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Institutionelle FachsyntheseLes grandes heures de l'histoire : la bataille de Castillon (1453)

Notice publiée le 6 novembre 2023, paragraphe de présentation : siège du 13 juillet, départ de Talbot le 16, arrivée à l'aube du 17, attaque du camp, feu des pièces, sortie bretonne et mort de Talbot.

Abgleich der didaktischen Chronologie und allgemeinen Abfolge mit einer institutionellen Synthese, ohne daraus umstrittene Zahlen festzulegen.

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Militärhistorische FachstudieMichel de Lombarès, « Castillon (1453), dernière bataille de la guerre de Cent Ans, première victoire de l'artillerie »

Revue historique des Armées, 1976, 3/3, pp. 6–31, notice et étude consacrées à Castillon : l'artillerie est traitée dans son emploi tactique et non comme une cause isolée.

Verankerung der militärhistorischen Deutung der Artillerierolle und Überprüfung, dass der Mechanismus Feuer, Hindernis, Bindung und Ausnutzung verbindet.

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Wissenschaftlicher FachartikelAndrew D. M. Green, « Regional networks in revolt: opposition to the Valois in Gascony at the end of the Hundred Years’ War, c.1452–1453 »

PDF pp. 0–1 : rôle sous-estimé des troupes gasconnes, estimées jusqu'à un tiers de la force de Talbot ; pp. 12–13 : armée anglo-gasconne d'environ 7 000 hommes, pression pour obtenir une victoire rapide, déroute de Castillon et poursuite de la résistance régionale pendant encore environ trois mois.

Vermeidung der Verkürzung „Engländer gegen Franzosen“, Erhalt der anglo-gascognischen Koalition, Abgleich der ungefähren Stärke und Begrenzung des Ausgangs: Feldheer vernichtet und Netzwerke getroffen, aber Regionalfeldzug am 17. Juli nicht beendet.

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Institutionelles MuseumsdossierMusée de l’Armée, dossier de presse de l'exposition « Chevaliers et bombardes »

PDF p. 7 : Castillon le 17 juillet 1453, artillerie de Jean et Gaspard Bureau, camp protégé par fossé, attaque de Talbot et mort du chef ; les ordres de grandeur du dossier sont conservés comme synthèse et non comme chiffre primaire.

Abgleich der institutionellen Darstellung von Lager und Artillerie, getrennt von den abweichenden Einzelheiten der Chroniken.

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Redaktion: BattlesInMotion.com