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Schlacht

Crécy

26. August 1346

Ein vorbereitetes Heer empfängt eine Verfolgung, die zum Angriff geworden ist

Militärgeschichte

Wie verwandelt das Scheitern eines Haltebefehls die französische Verfolgung in aufeinanderfolgende Angriffe gegen ein geordnetes Heer?

Am 26. August 1346 trifft Eduard III. nahe Crécy auf das Heer Philipps VI. Seine Gewappneten kämpfen zu Fuß, unterstützt von Bogenschützen und Truppen in der Tiefe. Die Franzosen treffen ein, ohne ihre Angriffe koordinieren zu können. Ihr Scheitern überlässt den Engländern das Feld; anschließend ziehen sie nach Calais.

Der Feldzugsplan lässt mehrere Deutungen zu

Das englische Expeditionsheer landet in der Normandie, überquert die Seine bei Poissy und dann die Somme bei Blanquetaque. Michael de Northburghs Brief setzt das Heer am 24. und 25. August bei den Wald von Crécy. Ayton stellt ausdrücklich zwei Lesarten gegenüber: eine im Rahmen einer Provokationsstrategie vorbereitete Schlacht oder eine weitgehend improvisierte und gefährlich gewordene Operation. Das Dossier leitet die ursprüngliche Absicht nicht rückwärts aus dem Ausgang ab.

Zwei verschiedene Schlachtfelder

Der traditionelle Schauplatz liegt zwischen Wadicourt und Crécy; Livingston schlägt ein anderes Feld weiter südlich vor. Die Karte betont die Beziehungen zwischen den Kräften und dem Gelände, ohne sie auf einem modernen Plan festzulegen.

Der Wartebefehl zerfällt

Jean le Bel berichtet, Philipp VI. habe dem Rat zugestimmt, das Heer bis zum nächsten Tag anzuhalten, doch die vorderen Verbände weigerten sich zurückzugehen, während die hinteren weiter vorrückten. Die Armbrustschützen eröffneten dann das Feuer, wichen zurück und wurden von den Gewappneten hinter ihnen zusammengedrängt. Froissart schmückt diese Folge später aus; sein Regen, seine Sonne und seine Gitterformation bleiben zu prüfende Einzelheiten und keine Messwerte.

Das Schlachtfeld, dann Calais

Northburgh, der am 4. September schreibt, bezeugt Niederlage, die bewaffnet verbrachte englische Nacht, ein neues Gefecht am 27. und den Marsch nach Calais. Er zählt 1.542 tote französische Gewappnete; Jean le Bel nennt weit höhere Zahlen und andere Abgrenzungen. Diese Zahlen werden weder vermischt noch in eine moderne Bilanz verwandelt.

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Chronologisches Dossier

Schlacht · 19. September 1356PoitiersAm 19. September 1356 holt Johann II. den Schwarzen Prinzen nahe Poitiers ein. Die Anglo-Gasconen verteidigen Zugänge, die durch Hecken und Gräben verengt sind. Die französischen Angriffe folgen aufeinander, ohne sich dauerhaft zu unterstützen. Ein Gegenangriff bringt schließlich die königliche Schlachtordnung zum Einsturz; Johann II. wird gefangen genommen.Schlacht · 25. Oktober 1415AgincourtAm 25. Oktober 1415 findet Heinrichs V. nach Harfleur geschwächte Armee den Weg nach Calais versperrt. Zwischen zwei Wäldern bündeln sich die französischen Angriffe gegen englische Bogenschützen und Waffenknechte. Der aufgeweichte Boden, der Beschuss und die Enge verstärken einander. Auf den englischen Sieg folgt die Hinrichtung vieler Gefangener.Schlacht · 18. Juni 1429PatayAm 18. Juni 1429 zieht sich das englische Heer nach den französischen Erfolgen an der Loire nach Norden zurück. Die Vorhut La Hires und Xaintrailles holt es ein, bevor es seine Verteidigung ordnen kann. Der Zusammenstoß und die Verfolgung brechen den Zusammenhalt; Talbot wird gefangen genommen. Der Langbogen bleibt wirksam, braucht aber Zeit zum Aufstellen.Schlacht · 17. Juli 1453CastillonAm 17. Juli 1453 zieht Talbot heran, um das von den Franzosen belagerte Castillon zu entsetzen. Er drängt einen vorgeschobenen Posten zurück und greift anschließend ein befestigtes, mit Artillerie bestücktes Lager an. Feuer und Hindernisse halten seine Männer auf; das Eintreffen der Bretonen ermöglicht den Gegenangriff. Talbot fällt, und die französische Rückeroberung der Guyenne geht weiter.

Militärgeschichte

Quellenangaben

Späte Primärquelle – mittelalterliche ChronikJean Froissart, Chroniques : extrait de la bataille de Crécy

Section « The Battle of Crecy (1346) », paragraphes commençant par « The English, who were in three battles » puis « When the Genoese were assembled together » et « The young prince of Wales ».

Drei englische Schlachthaufen, französische Ankunft, Genuesen, Regenguss und Sonne, Salven, Kampf des Prinzen und Unterstützungsepisode; alles als späte Überlieferung behandelt.

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Institutionelles digitales EditionsprojektThe Online Froissart, édition numérique des Chroniques

Page « About the project » accessible depuis l'accueil: plus de 150 manuscrits conservés, plusieurs versions, transcriptions, traductions et témoins comparables.

Herkunft und Vielfalt der Froissart-Überlieferung; Begründung, eine einzelne Übersetzung nicht als einzigen taktischen Bericht zu behandeln.

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Zeitgenössische Primärquelle – Brief vom 4. September 1346Michael de Northburgh, lettre sur la campagne et la bataille

Section XXII, lettre datée du 4 septembre 1346 d'après Robert d'Avesbury; paragraphes « On Thursday night », « On the Saturday morning », « The battle began » et compte de 1 542 hommes d'armes.

Biwak vom 24.–25. August, vier sich nähernde französische Schlachthaufen, Kampfdauer, bewaffnete englische Nacht, Bericht zum 27., zeitgenössische Zählung und Marsch nach Calais.

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Zeitnahe Primärquelle – mittelalterliche ChronikJean le Bel, Chronique, volume II

Édition Polain, volume II, pp. 99–108 dans l'OCR direct: conseil d'attendre pp. 100–101; Génois et compression pp. 101–103; trois batailles anglaises et combat pp. 104–107; lendemain p. 108.

Scheitern des Haltebefehls, genuesischer Rückstrom, zusammengedrängte Kolonne, englische Ordnung, Tiefe des Königs, Kampf bis in die Nacht und Variante der Gemeindetruppen am Folgetag.

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FachmonographieAndrew Ayton et Philip Preston, The Battle of Crécy, 1346

Aperçu PDF: PDF pp. 16–20 / imprimé pp. 3–7 pour les lectures stratégiques; PDF p. 28 / imprimé p. 15 pour 14 000–15 000 débarqués; PDF p. 33 / imprimé p. 20 pour Calais; PDF p. 41 / imprimé p. 28 pour les deux morts anglais identifiables.

Konkurrierende Absichten, Umfang der englischen Stärke, dokumentarische Grenze der Verluste und operative Verbindung zwischen Crécy und Calais.

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Direktes wissenschaftliches KapitelPhilip Preston, The Traditional Battlefield of Crécy

Chapitre pp. 109–138, surtout pp. 109–110: site proche de Crécy attesté, emplacement précis ancré par la tradition, sources sans précision et archéologie trop limitée pour confirmer les lignes.

Status des traditionellen Orts, dokumentarische Grenzen und Weigerung, moderne Topographie in sichere Stellungen zu verwandeln.

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Wissenschaftliches Kapitel – konsultierte VerlagszusammenfassungMichael Livingston, The Location of the Battle of Crécy

Résumé éditeur du chapitre pp. 415–438: Cassini comme première fixation définitive du site traditionnel et thèse de l'auteur plaçant le champ 5,5 km au sud.

Existenz und genaue Tragweite der Alternativhypothese; sie wird als These des Autors dargestellt. Ein Konsens ginge über die hier gewählte dokumentarische Verwendung hinaus.

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Wissenschaftliches Kapitel – konsultierte VerlagszusammenfassungKelly DeVries et Michael Livingston, Froissart's Herce and Crécy

Résumé éditeur du chapitre pp. 469–476: Froissart écrit environ un demi-siècle après la bataille et le sens de son terme technique herce reste problématique.

Datierung Froissarts, Mehrdeutigkeit der Gitterstellung und Weigerung, eine Geometrie der Bogenschützen als beobachtete Tatsache zu zeichnen.

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Wissenschaftliches Kapitel – konsultierte VerlagszusammenfassungKelly DeVries et Niccolò Capponi, The Genoese Crossbowmen at Crécy

Résumé éditeur du chapitre pp. 441–446: avant-garde génoise, reflux dans la cavalerie alliée et traditions ultérieures de trahison ou de lâcheté qui déplacent la responsabilité.

Rolle der Vorhut und Vorsicht vor einer moralischen Erzählung von genuesischem Verrat oder Feigheit.

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Institutioneller Kartenplan – KommunalarchivArchives et patrimoine d'Abbeville, Plan de Crécy, Wadicourt et environs

Notice des collections, résultats 466–482: plan relatif à la bataille du samedi 26 août 1346, levé en juillet 1818 par Hilaire Picard, conservé à Crécy-en-Ponthieu, thème cartes et plans.

Moderne Beziehung zwischen Crécy, Wadicourt und Umgebung in der kartographischen Überlieferung; niemals direkter Beleg für die Stellungen von 1346.

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Universitäre KartenreferenzUniversity of South Florida, Crecy, August 26, 1346

Notice Maps ETC, lignes 4–20: carte de la bataille, lignes anglaise et française, eaux intérieures, Maye, Fontaine, Estrées et Wadicourt; dérivée de l'Encyclopaedia Britannica 1910, vol. 7, p. 389.

Prüfung der Ortsnamen und ihrer Beziehungen im traditionellen Modell; keine militärische Koordinate wird als mittelalterliche Beobachtung übernommen.

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Redaktion: BattlesInMotion.com