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Schlacht

Patay

18. Juni 1429

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Militärgeschichte

Wie verwandelt die französische Verfolgung den englischen Rückzug in eine Niederlage, bevor sich die Bogenschützen neu aufstellen können?

Patay entsteht aus einem Zeitfenster und darf nicht auf einen einzelnen wundersamen Angriff reduziert werden. Nach den französischen Erfolgen an der Loire beschreiben Chartier und Wavrin eine englische Streitmacht auf dem Marsch nach Patay und Janville, mit ihrem Tross voraus und einer Nachhut dahinter. Die Franzosen holen sie ein, bevor Hecken, Bogenschützen und Pfähle eine geschlossene Verteidigung bilden können. Der Hirsch und der Ruf, die angeblich die Kolonne verrieten, gehören zu mehreren Chronikerzählungen; der belastbare Mechanismus ist die Entdeckung, der so rasch Kontakt folgt, dass keine Ordnung mehr entsteht.

Die Erfolge an der Loire verlagern den Kampf

Nach Jargeau, der Brücke von Meung und Beaugency behält die französische königliche Armee die Initiative. Die Übergabe Beaugencys und die Aufgabe Meungs ermöglichen eine Verfolgung in die Beauce; bei Patay wird die englische Entsatzkolonne eingeholt, nicht eine seit Langem vorbereitete Schlacht geschlagen.

Eine noch marschierende englische Kolonne

Chartier unterscheidet Vorhut, Artillerie, Verpflegung und Händler sowie danach Hauptmacht und Nachhut. Auch Wavrin beschreibt eine Kolonne, die nach der Meldung von Verfolgern bei Patay anhält. Diese Gliederung erklärt die Verwundbarkeit bei einem hastigen Halt, erlaubt aber nicht, jede Untereinheit darzustellen.

Die Hecken bilden eine unvollständige Stellung

Wavrin berichtet, Talbot sei mit etwa fünfhundert ausgewählten Bogenschützen abgestiegen, um einen Durchgang zwischen Hecken zu halten, bis Hauptmacht und Nachhut aufschließen. Cugnac und Soyer betonen, dass die Franzosen vor Abschluss der Vorbereitungen eintreffen. Art und genauer Verlauf der Hindernisse bleiben rekonstruiert. Eine exakte Vermessung geht über den Rahmen des Dossiers hinaus.

Der Zusammenstoß erzeugt den Durchbruch

Chartier lässt die französische Vorhut mit La Hire und Poton de Xaintrailles in den Kampf eintreten, bevor sich die englischen Verbände zwischen den Hecken vereinigt haben. Wavrin berichtet anschließend von Talbots Gefangennahme, Fastolfs Flucht und einer englischen Niederlage; die Gesamtzahlen der Toten und Gefangenen unterscheiden sich je nach Chronik.

Militärgeschichte

Quellenangaben

Narrative Primärquelle, kritische AusgabeJean Chartier, Chronique de Charles VII, éd. Vallet de Viriville

PDF, chap. 44, pp. 152–154 : nouvelles après Beaugency, marche vers Patay, avant-garde nommée, lisière boisée près d'un village, capture de Talbot et poursuite ; OCR consultable aux lignes 3271–3319.

Narrative Primärquelle für die Kette Rückzug → Verfolgung → Vorhut → Waldrand/Wald → Niederlage; Stärke- und Verlustzahlen werden als Chronikfassung bewahrt und nicht wie Messwerte verwendet.

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Narrative Primärquelle, herausgegebene burgundische ChronikJean de Wavrin, Recueil des croniques et anchiennes istories de la Grant Bretaigne, dans Quicherat, tome IV

Quicherat, Procès de Jeanne d'Arc, t. IV (1847), pp. 421–423 ; transcription Wikisource, pages 436–438 : ordre de marche et arrêt près de Patay p. 421, haies et cinq cents archers p. 422, cerf, choc, capture de Talbot et chiffres de la version p. 423.

Burgundische Perspektive auf Kolonne, Hecken, Talbots Rolle und die unterschiedlichen Ausgänge für Talbot und Fastolf; die Transkription wird anhand der gedruckten Seiten 421–423 geprüft.

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Übersetzte Primärquelle, institutionelle FachkompilationEnguerrand de Monstrelet, récit de Patay dans After Agincourt: A selection of contemporary sources

PDF de la Historical Association, section 14 “Battle of Patay 18 June 1429”, pp. 25–26, lignes 767–814 : éclaireurs, cerf et cri, haies, préparation interrompue, choc, captures et chiffres de cette version.

Wavrins Bericht mit einer anderen Chronik abgleichen; Übersetzung und Zahlen werden ausdrücklich als Erzählfassung und nicht als abschließende Zählung behandelt.

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Fachartikel der Revue historique des ArméesMichel de Lombarès, “Patay, 18 juin 1429”

Revue historique des Armées, 22-4 (1966), pp. 5–16, DOI 10.3406/rharm.1966.5997 ; p. 5, lignes 37–54 pour le contexte de Loire et la géographie générale de la campagne.

Militärischer Fachrahmen des Feldzugs und Kontrolle der Beziehung zwischen Loirebrücken und Verfolgung in die Beauce; Ortsdetails bleiben begrenzt.

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Fachartikel der Revue historique des ArméesJean de Cugnac, “Les grandes heures de la cavalerie française (fin)”

Revue historique des Armées, 13-4 (1957), pp. 29–58, DOI 10.3406/rharm.1957.10168 ; p. 29, lignes 47–53 : avant-garde en poursuite, bois, haies, archers à pied et attaque avant l'ordonnance.

Fachlicher Abgleich des Mechanismus von Tempo und Nahkontakt; für die Kausalität verwendet. Ein vollständiger topografischer Plan geht über die hier gewählte dokumentarische Nutzung hinaus.

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Fachliche Archivsynthese, Publikation der Bibliothèque de l’École des chartesJacques Soyer, La bataille de Patay (samedi 18 juin 1429)

Notice Persée, Bibliothèque de l'École des chartes, t. 76 (1915), p. 172 : présentation d'un discours de onze pages fondé sur les documents contemporains et annoncé comme un récit technique.

Den späten archivalischen Charakter von Soyers Rekonstruktion bestimmen; ihre Zahlen und Geländebestimmung werden nie zum unabhängigen zeitgenössischen Beweis erhoben.

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Fachtranskription einer örtlichen ArchivstudieJacques Soyer, discours de 1913 sur la bataille de Patay, transcription

Sections du texte, lignes 65–86 : retraite vers Janville, organisation de la colonne, Retrève, Lignerolles, haies, pieux, poursuite et pertes ; lignes 99–105 : plan cadastral et citation de Wavrin, pp. 421–422. Lignerolles y est explicitement une inférence, à distinguer d’un nom présent dans le texte de Chartier.

Toponymie und Katasterplan als Hilfe zur relationalen Rekonstruktion; die Quelle ist älter, örtlich und sekundär, ihre Angaben bleiben von den chronikalisch belegten Tatsachen getrennt.

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Institutionelle Bildquelle, BnF/BiblissimaMartial d'Auvergne, Les Vigiles de la mort de Charles VII, bataille de Patay

BnF, manuscrit Français 5054, fol. 58v ; notice Biblissima, image Gallica f. 128. Manuscrit enluminé postérieur aux faits : utile pour l'histoire de la mémoire. Les positions et les effectifs reposent sur les autres documents du dossier.

Institutionelle Kontrolle der Patay-Ikonografie und Schutz davor, eine späte Darstellung als Karte oder unmittelbares Zeugnis zu verwenden.

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Redaktion: BattlesInMotion.com