1. Startseite
  2. Weltkriege
  3. Zweiter Weltkrieg
  4. Kursk

Schlacht

Kursk

5. Juli–23. August 1943

Zitadelle scheitert; Kutusow und Rumjanzew verlagern die Krise anschließend nach Orel und Charkow.

Militärgeschichte

Wie trennt die sowjetische Verteidigung beide Zangen von Zitadelle und eröffnet anschließend zwei Gegenoffensiven?

„Kursk“ bezeichnet hier einen operativen Feldzug und keine durchgehende taktische Schlacht. Vom 5. bis 16.–17. Juli greift Zitadelle den Frontbogen von Norden und Süden an. Die deutsche 9. Armee bleibt vor der Verteidigung der Zentralfront stecken; die südliche Zange kommt weiter voran, ohne sich mit der nördlichen zu verbinden oder bei Prochorowka einen Durchbruch zu erzielen. Während diese Offensive zerfällt, eröffnet die Rote Armee am 12. Juli Kutusow um Orel und am 3. August Rumjanzew gegen Belgorod und Charkow. Die Abfolge erklärt den Initiativwechsel, ohne Prochorowka zu einem einzigen entscheidenden Duell zu machen.

Ein abzuschneidender Frontbogen

Nach den Kämpfen des Winters 1942/43 bildet die Front um Kursk einen sowjetischen Bogen zwischen Orel im Norden und Belgorod im Süden. Der deutsche Plan sieht zwei zusammenlaufende Angriffe vor: die 9. Armee von Norden, die 4. Panzerarmee von Süden, mit der Armeeabteilung Kempf an ihrer Ostflanke. Ziel ist, den Bogen zu schließen und die darin stehenden Kräfte zu vernichten. Eine sofortige tiefe strategische Ausnutzung geht über den Rahmen des Dossiers hinaus.

Eine Verteidigung samt Gegenoffensive entworfen

Die Stawka beschließt Ende März, den Angriff hinter mehreren Gürteln abzuwarten und zugleich künftige Offensiven vorzubereiten. Die Zentralfront deckt die Nordseite, die Woronescher Front die Südseite, und die Steppenfront bleibt mit bedeutenden Reserven in der Tiefe, darunter die 5. Gardepanzerarmee. Diese Architektur macht jeden deutschen Fortschritt zum Verbrauch von Zeit, Pionieren, Infanterie und Panzern.

Ein weiter Begriff, drei Abgrenzungen

Das Dossier bewahrt den üblichen sowjetischen Zeitraum vom 5. Juli bis 23. August, trennt aber Zitadelle, Kutusow und Rumjanzew. Ihre Armeen, Ziele und Zeitpläne überschneiden sich, ohne zusammenzufallen. Stärken und Verluste sind daher nur mit ausdrücklich genanntem Zeitraum und Rahmen vergleichbar.

Prochorowka: örtlicher Höhepunkt

Am 12. Juli greift die 5. Gardepanzerarmee bei Prochorowka das II. SS-Panzerkorps an. Der Zusammenstoß ist heftig und für die Sowjets sehr verlustreich; die deutschen Verfügbarkeitsakten zeigen jedoch weder die Vernichtung des SS-Korps noch ein sofortiges Ende der gesamten Operation Zitadelle. Die örtliche Schlacht sperrt einen Durchbruch, doch das operative Scheitern entsteht auch aus dem Stillstand im Norden, Kutusow, den Krisen am Donez und den Umgliederungsentscheidungen.

Militärgeschichte

Quellenangaben

Zeitgenössische offizielle sowjetische Studie, Übersetzung und kritische AusgabeThe Battle for Kursk 1943: The Soviet General Staff Study

Avant-propos éditorial, pp. xiv-xv (PDF 15-16), sur la rédaction de 1944 et ses biais ; avant-propos original, pp. xvii-xviii (PDF 18-19), sur l’épuisement de l’attaque puis le passage à l’offensive ; chap. 1, pp. 1-10 (PDF 20-29), et carte 1, pp. 2-3 (PDF 21-22), pour terrain, décision défensive, profondeur d’environ 300 km, Front de la Steppe et offensives préparées ; carte 2, pp. 12-13 (PDF 31-32), pour les axes de contre-attaque.

Sowjetisches Verteidigungskonzept, allgemeine Topografie, Staffelung, Reserven und geplante Verbindung von Auffangen und Gegenoffensive. Eine Verwendung zur Bestätigung des sowjetischen Prochorowka-Mythos ginge über die hier vorgesehene dokumentarische Funktion hinaus.

Ansehen ↗
Offizielle Geschichte der U.S. Army, unter anderem auf deutschen Archiven beruhendEarl F. Ziemke, Stalingrad to Berlin: The German Defeat in the East

Chap. VII, pp. 124-141, surtout pp. 132-141, et carte 13, « Operation Zitadelle and Withdrawal to the Hagen Position », pour le plan, les trois fronts soviétiques, l’arrêt nord, la conférence du 13 juillet et Koutouzov ; chap. VIII, pp. 149-157, et carte 14, « Fourth Battle of Kharkov, 3-27 August », pour Roumiantsev, Belgorod et Kharkov.

Operative Chronologie, Führungen, Topologie Orel–Kursk–Belgorod–Charkow und Abfolge der Gegenoffensiven; ihre Gewichtung Siziliens wird mit Töppel abgeglichen.

Ansehen ↗
Institutionelle Studie des Combat Studies Institute der U.S. ArmyDavid M. Glantz, Soviet Defensive Tactics at Kursk, July 1943, CSI Report No. 11

Pp. 1-2 pour l’articulation défense-contre-offensive ; pp. 18-20 pour fortifications et mines ; pp. 26-30 pour les deux attaques allemandes et les Fronts central, de Voronej et de la Steppe ; p. 30 et pp. 58, 62-64 pour l’arrêt au nord et les conclusions sur profondeur et réserves. Le verdict ancien sur Prokhorovka, p. 36, n’est pas repris.

Taktische Architektur der Verteidigung, Unterscheidung der Achsen und Auffangmechanismus. Eine Verwendung für die moderne Materialbilanz Prochorowkas ginge über die hier vorgesehene dokumentarische Funktion hinaus.

Ansehen ↗
Begutachteter militärhistoriografischer Artikel des Instituts für ZeitgeschichteRoman Töppel, « Kursk – Mythen und Wirklichkeit einer Schlacht »

Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 57/3 (2009), pp. 373-378 pour l’échelle, les pertes et le résultat de Prokhorovka ; pp. 378-384 pour la conférence du 13 juillet, la Sicile, Koutouzov, la préparation de Roland, l’offensive du Donets-Mious et le redéploiement du IIe corps SS.

Kritische Revision des Prochorowka-Mythos und mehrzeitige Kausalität der Aufgabe von Zitadelle.

Ansehen ↗
Fachartikel auf Grundlage von Verfügbarkeitsmeldungen und KriegstagebüchernBen Wheatley, « Citadel, Prokhorovka and Kharkov: The armoured losses of the II SS Panzer Korps Sonderverbände during the battle of Kursk, July-August 1943 »

Journal of Intelligence History 22/2 (2023), pp. 121-125 : définition de la campagne, figure 1 p. 123 et note 3 pp. 121-122 pour les pertes humaines ; pp. 167-170 pour la disponibilité et les pertes du IIe corps SS après Citadelle. La version déposée porte un copyright 2021 mais la notice bibliographique du dépôt donne le volume 2023.

Rahmen Zitadelle–Kutusow–Rumjanzew, operative Karte, Feldzugsverluste und Widerlegung eines am 12. Juli vernichteten II. SS-Korps.

Ansehen ↗
Institutionelle Synthese eines militärhistorischen FachmuseumsThe Tank Museum, « Background to the Battle of Kursk »

Sections « The German Plan » et « The Soviet Plan » : deux pinces, 9e armée au nord, 4e armée blindée et Kempf au sud ; environ 777 000 hommes et 2 451 chars ou canons d’assaut allemands ; plus de 1,9 million d’hommes et environ 5 000 blindés soviétiques avec les réserves.

Anfängliche Größenordnungen mit ausdrücklichem Rahmen und institutionelle Zusammenfassung des Plans.

Ansehen ↗
Institutionelle Synthese eines militärhistorischen FachmuseumsThe Tank Museum, « Prokhorovka myth: the largest tank battle? »

Sections « How many tanks were at Prokhorovka? », « Losses at Prokhorovka » et conclusion : variation des totaux selon le secteur, incompatibilité des catégories et rejet du récit de deux mille chars ou d’une force allemande détruite.

Institutioneller Abgleich des Prochorowka-Rahmens und vorsichtige Formulierung des Mythos; die archivalischen Schlüsse beruhen vorrangig auf Töppel und Wheatley.

Ansehen ↗

Redaktion: BattlesInMotion.com