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Schlacht

Issos

November 333 v. Chr.

Erzwungene Umkehr an ein beengtes Ufer, örtlicher Durchbruch und Flucht des Königs

Militärgeschichte

Wie verringert die Umkehr an eine enge Küste den persischen Aufmarsch und setzt zugleich das makedonische Zentrum am Pinaros der Gefahr aus?

Bei Issos siegt Alexander nicht durch eine bloße Summe militärischer Qualitäten. Dareios hat sein Heer in den Rücken der Makedonen geführt und es dann an einem Ufer des Pinaros in einer Küstenlage aufgestellt, die durch Meer und Amanus begrenzt ist. Diese Konfiguration schränkt den gleichzeitigen Einsatz der persischen Masse ein, hebt ihre Stärke aber nicht auf: Die persische Kavallerie bedrängt den meerseitigen Flügel, und die griechischen Söldner bringen das makedonische Zentrum in Gefahr. Der Durchbruch des rechten makedonischen Flügels durch die persische Linke und anschließend die Flucht des Dareios verwandeln diese Krise in einen Sieg und die Eroberung des königlichen Lagers, ohne das persische Heer vollständig zu vernichten.

Die Front kehrt sich um

Nach den Pässen Kilikiens überschreitet Dareios den Amanischen oder Bahçe-Pass und erreicht Issos im Rücken des makedonischen Heeres. Die in Issos zurückgelassenen Männer werden Arrian zufolge getötet; Alexander überprüft die Nachricht von der Küste aus und führt sein Heer nach Norden zurück. Die Schlacht entsteht somit aus einer Umkehr der Marschrichtungen und nicht aus einer vorbereiteten Begegnung auf einem von Alexander gewählten Gelände.

Die Wahl des Schlachtfelds

Dareios verfügte zunächst in Nordsyrien über offeneren Raum; sein Zug nach Kilikien bringt ihn anschließend auf eine eingeengte Küstenebene. Pinaros, Meer und Ausläufer des Amanus bieten dem Verteidiger eine teilweise begrenzte Linie, verringern jedoch zugleich die Möglichkeit, die gesamte Kavallerie und alle Reserven gleichzeitig einzusetzen. Das genaue Verhältnis zwischen dem antiken Fluss und den heutigen Wasserläufen bleibt ein Problem der historischen Topografie.

Zahlen beschreiben ein Heer nur unvollkommen

Der zahlenmäßige Gegensatz ist in der Überlieferung real, doch die Gesamtzahlen sind nicht gesichert. Hammond zählt in Arrians Aufstellung etwas mehr als 30.000 Mann, während Lendering etwa 41.000 Infanteristen und 6.000 Reiter ansetzt. Die von antiken Berichten Dareios zugeschriebenen Hunderttausende lassen sich nicht in eine einzige moderne Gesamtzahl umrechnen; die Karte zeigt daher Stellungsbeziehungen und nicht die gemeldeten Truppenmassen.

Zwei Überlieferungen, mehrere Filter

Arrian, der sich unter anderem auf Ptolemaios und Aristobulos stützt, liefert eine detaillierte taktische Abfolge: Überschreiten, Durchbruch der persischen Linken, Krise des Zentrums und Verfolgung. Diodor betont die Annäherung an Dareios' Wagen und dessen Flucht. Hammond akzeptiert einige von Kallisthenes überlieferte Geländedetails, verwirft aber Zahlen und Bewegungen, die er für unwahrscheinlich hält. Zusammen sind diese Berichte nützlich, sofern man sie nicht zu einem einzigen Protokoll verschmilzt.

Militärgeschichte

Quellenangaben

Antike Primärquelle, wissenschaftliche ÜbersetzungArrien, Anabasis Alexandrou, traduction E. J. Chinnock

Livre II, 2.6.1-2.12.1; édition en ligne, chapitres VI-XII, avec les passes et le retour d'Alexandre, l'ordre sur le Pinaros, le franchissement, la crise du centre, la fuite de Darius et la poursuite.

Operative Chronologie, arrianische Schlachtordnung, Überschreiten des Ufers, Wechselwirkungen zwischen Flügeln und Zentrum, unmittelbare Folgen und Begrenzung der Verlustangaben.

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Antike Primärquelle, wissenschaftliche ÜbersetzungDiodore de Sicile, Bibliothèque historique XVII.34, traduction C. Bradford Welles

Livre XVII, 17.34.2-7; extrait traduit consacré à l'approche d'Alexandre, au combat autour du char, à la blessure d'Alexandre et à la fuite de Darius.

Zweite antike Erzähltradition, die hinsichtlich der Königsflucht mit Arrian zu vergleichen, aber nicht mit seiner taktischen Abfolge zu verschmelzen ist.

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Militärhistorische FachdarstellungJona Lendering, The Battle of Issus (333 BCE)

Sections « Preliminary Movements », « Date », « Darius' Decision to Fight », « Battle Arrangements » et « Macedonian Maneuvers »; passages sur les passes, les effectifs macédoniens, la plaine côtière, le Pinaros, les ailes et l'après-bataille.

Feldzugskontext, alternatives Datum, topografische Rekonstruktion und allgemeine Abfolge von Aufmarsch und Bewegungen.

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Wissenschaftlicher FachartikelNicholas G. L. Hammond, Alexander's Charge at the Battle of Issus in 333 B.C.

Historia 41.4 (1992), pp. 395-406; surtout pp. 395-400 sur le Pinaros, Callisthène et les chiffres, pp. 401-405 sur l'ordre des unités, le franchissement et la nature de la charge.

Kritik der Zahlen- und Propagandaberichte, Hammonds Verteidigung der Payas-Identifizierung, Debatte über Infanteriegarde oder Kavallerie und Kohäsion der Phalanx.

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Fachstudie zu Gelände und HistoriografieKathleen D. Toohey, The Pinarus River, Chapter 4 of The Battle Tactics of Alexander the Great, Part II

Chapitre 4, version en ligne, lignes 240-299 et 343-382 sur les distances, les effectifs et la largeur disputée; lignes 415-494 et 518-527 sur les berges, la géomorphologie et les limites de l'inférence; conclusion aux lignes 560-564.

Vergleichende Topografie, relationale Kartografie, Veränderung der Wasserläufe und Grenzen der Rekonstruktion des Pinaros.

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Redaktion: BattlesInMotion.com