1. Startseite
  2. Weltkriege
  3. Erster Weltkrieg
  4. Brussilow-Offensive

Schlacht

Brussilow-Offensive

4. Juni–20. September 1916

Vier Armeen brechen auf breiter Front durch, dann nimmt die Kowel-Achse den Schwung auf.

Militärgeschichte

Wie öffnen verteilte Vorbereitungen einen operativen Durchbruch, dessen Schwung vor Kowel erlahmt?

Die Offensive der russischen Südwestfront beginnt als Nebenaufgabe im Plan der Stawka. Brussilow entscheidet sich dennoch, vier Armeen und mehrere Angriffsabschnitte vorzubereiten, damit der österreichisch-ungarische Stab nicht aus einer einzigen Warnung eine entscheidende Konzentration ableiten kann. Am 4. Juni übertreffen die Durchbrüche bei Luzk, in Galizien und in der Bukowina die ursprüngliche Erwartung.

Ein Nebenangriff wird zum wirklichen Angriff

Im Frühjahr 1916 soll die Südwestfront die weiter nördlich erwartete Hauptoffensive unterstützen. Broussilow bereitet dennoch seine vier Armeen vor. Den Schwerpunkt legt er auf die 8. Armee bei Luzk, verlangt aber auch in den übrigen Abschnitten echte Angriffe. Die Verschiebungen und anschließend der Misserfolg von Ewerts Westfront nehmen diesem Vorstoß die erhoffte Unterstützung und erleichtern dem Gegner die Verlegung von Kräften.

Überraschung mit verteiltem Feuer vorbereiten

Die Stäbe der Südwestfront treiben Angriffsgräben vor, schießen die Batterien ein, erkunden die Stellungen aus der Luft und üben die Übergänge. Die Methode verzichtet nicht auf Vorbereitung: Sie verteilt echte Vorbereitungen auf mehrere Abschnitte und nutzt die zerstreuten österreichisch-ungarischen Reserven aus. Conrad hat erfahrene Einheiten ins Trentino verlegt; die Verteidigungen Galiziens sind daher weder überall mit gleichwertigen Truppen besetzt noch im selben Grad fertiggestellt.

Eine Front mit je nach Abschnitt verschiedenen Folgen

Luzk und der Styr prägen die Wolhynien-Achse; Brody und Ostgalizien öffnen weitere Richtungen; Dnjestr, Bukowina und Karpatenpässe geben der 9. Armee eine andere Aufgabe. Kowel ist zugleich Ziel und ein vom Stochid gedeckter Eisenbahnknoten. Ein Durchbruch im Süden kann daher Gefangene und Gelände einbringen, ohne automatisch die nördliche Bahnlinie zu öffnen.

Bilanzen vor dem Vergleich abgrenzen

Verlustzahlen vermischen häufig die Südwestfront, den gesamten russischen Sommerfeldzug und die bis zum Herbst verbundenen Operationen. Das Dossier bewahrt für die Russen eine umstrittene Spanne, trennt Österreich-Ungarn von den deutschen Einheiten und übernimmt die Zahl österreichisch-ungarischer Gefangener nur mit dem von der Quelle angegebenen Umfang. Ein operativer Sieg rechtfertigt keine nachträglich erfundene Gesamtzahl.

Erkunden

Chronologisches Dossier

Schlacht · 26. — 30. August 1914TannenbergDie Deutschen entblößen den Norden, schlagen getrennt gegen Samsonows beide Flügel und sperren dann die Straßen von Neidenburg, Passenheim und Willenberg um sein Zentrum.Schlacht · 19. Februar 1915 — 9. Januar 1916DardanellenfeldzugMinen stoppen das Marineunternehmen; getrennte Landungen werden unter den Höhen festgehalten, dann ermöglicht Täuschung die Evakuierung von Anzac, Suvla und Helles.Schlacht · 21. Februar — 18. Dezember 1916VerdunDie deutsche Konzentration öffnet das rechte Ufer, nimmt Verdun aber nicht; Ablösungen, Artillerie und die Voie sacrée stabilisieren beide Ufer, bevor die Offensiven im Oktober und Dezember Douaumont, Vaux und den Großteil der östlichen Gewinne zurückerobern.Schlacht · 31. Mai — 1. Juni 1916SkagerrakschlachtHipper lockt Beatty zu Scheer, dann führt Beatty die Verfolgung auf Jellicoe; zwei ungünstige Aufstellungen zwingen Scheer durch Kehrtwendungen, Rauch und Torpedos zum Abbruch, bevor eine nächtliche Flucht seine Flotte rettet, ohne die Blockade zu lockern.Schlacht · 1. Juli — 18. November 1916Schlacht an der SommeDas Bombardement erzielt je nach Abschnitt gegensätzliche Ergebnisse; die Gewinne im Süden und bei Bazentin stoßen auf Stützpunkte und Reserven, dann verschieben vier Monate Anpassung die Front, ohne sie zu öffnen.Schlacht · 24. Oktober – 12. November 1917Schlacht von CaporettoDrei koordinierte Einbrüche über Plezzo, das Isonzo-Tal und die Höhen zerschlagen das IV. und XXVII. Korps; die Verfolgung wirft die italienische Armee dann an den Piave zurück.Schlacht · 20. November – 7. Dezember 1917Cambrai 1917Berechnetes Feuer, Panzer und Infanterie durchbrechen die Front ohne vorheriges Trommelfeuer; Abnutzung, Brücken und Bourlon schließen das Ausnutzungsfenster, dann zwingt eine wirksamere deutsche Gegenoffensive im Süden die Briten, den Bogen zu verkürzen.Schlacht · 8.–12. August 1918AmiensDie Alliierten verbinden Panzer, Artillerie, Luftwaffe und Infanterie, um die deutsche Verteidigung vor ihrer Wiederherstellung zu durchbrechen.

Militärgeschichte

Quellenangaben

Archivische PrimärquelleA. A. Broussilov, ordre du 18 avril 1916 sur les mesures contre la fraternisation, ÉBID / TsGVIA

Notice documentaire : date du 18 avril 1916 ; auteur et fonction de commandant des armées du Front du Sud-Ouest ; fonds TsGVIA, f. 2067, op. 1, d. 35, l. 810–811 ; reproduction typographique signalée par la notice.

Primärer Beleg für Brussilows Funktion und die Führungstätigkeit vor der Offensive; aus dem Eintrag werden weder taktische Stellungen noch Truppenstärken abgeleitet.

Ansehen ↗
Wissenschaftliche FachmonografieTimothy C. Dowling, The Brusilov Offensive, Indiana University Press, 2008

Sommaire de l’éditeur : chap. 2 « Making Preparations », chap. 3 « The Offensive Begins », chap. 4 « Stalemate and Renewal », chap. 5 « A Tale of North and South », chap. 6 « The Offensive Shatters », chap. 7 « Consequences » ; les chapitres couvrent la séquence opérationnelle, les secteurs et les conséquences.

Allgemeine Abfolge, Rolle der Stawka, Ausnutzung, Kowel, Bilanz und strategische Tragweite; bei abweichendem Umfang bleiben Zahlen als Größenordnungen gekennzeichnet.

Ansehen ↗
Wissenschaftlicher FachartikelGraydon A. Tunstall, « Austria-Hungary and the Brusilov Offensive of 1916 », The Historian, 70/1, 2008, p. 30–53

Article, p. 30–53 : paragraphes débutant « On 20 April 1916, Brusilov summoned his four army commanders », « In the early morning hours of 4 June », « Central Power forces were deployed into a defensive position behind the Stochod line » et « On 28 July, the Brusilov offensive entered a new and desperate phase » ; pertes austro-hongroises officielles citées au 29 juillet.

Verteilte Vorbereitung, Ausgangskräfteverhältnis, Trentino, Kämpfe bei Stochid/Kowel, deutsche Verstärkungen und Trennung der Phasen im Juni, Juli und August.

Ansehen ↗
Institutionelle wissenschaftliche SyntheseTimothy C. Dowling, « Eastern Front », 1914–1918 Online

Section « 1916: Russia Revitalized, Austria Exhausted » : paragraphes débutant « General Aleksei Brusilov », « Lacking the firepower », « Russian troops moved quickly into the gap », « The speed and depth of the Russian breakthrough », « Falkenhayn sent four divisions » et « Reinforced by the Russian Guards Army ».

Taktische Vorbereitung, mehrere Durchbrüche, stückweise eingesetzte österreichisch-ungarische Reserven, deutsche Verstärkungen und gescheiterte Konzentration auf Kowel.

Ansehen ↗
Institutionelle wissenschaftliche SyntheseJohn W. Steinberg, « Warfare 1914–1918 (Russian Empire) », 1914–1918 Online

Section « 1916 » : paragraphes débutant « General Brusilov », « Choosing surprise », « While enjoying great initial success », « As a result, the Germans had a free hand » et « Nonetheless, the Brusilov offensive did bring relief » ; notes 12–14 pour Dowling, Rothenberg et Torrey.

Nebenrolle, Anfangsdaten, unzureichender Nachschub und Verstärkungen, fehlende koordinierte Aktion im Norden, deutsche Verlegung und Folgen für die Verbündeten.

Ansehen ↗
Institutioneller biografischer FacheintragEvgenii V. Volkov, « Brusilov, Alekseï Alekseevich », 1914–1918 Online

Section « First World War », paragraphe commençant « His forces undertook a major attack » et conclusion de la notice sur les caractéristiques de l’attaque ; la notice distingue le nom rétrospectif de l’offensive et les critiques de l’attribution personnelle.

Vorsichtige Zuschreibung an Brussilow, Merkmale des Angriffs und Grenze der historiografischen Unsicherheit über die Rolle eines einzelnen Befehlshabers.

Ansehen ↗
Offizielle institutionelle Chronologie« Брусиловский прорыв », portail documentaire Guerre 1914–1918

Entrées de chronologie : bataille de Loutsk de la 8e armée (04.06–29.07), Jazłowiec (05–07.06), Okna / Dobronoutsk (06–17.06), Stokhid (03–25.07), 2e bataille de Kovel (26.07–03.08) et opération d’août du Front du Sud-Ouest (18–22.08).

Abgrenzung der Teiloperationen und Überprüfung der Trennung zwischen Junidurchbruch, Kämpfen bei Stochid/Kowel und dem Neubeginn im August.

Ansehen ↗
Institutionelle ArchivquelleArchives d’État de la Fédération de Russie, exposition documentaire du centenaire de l’offensive Broussilov

Présentation de l’exposition : Front du Sud-Ouest sous Broussilov du 22 mai au 7 septembre 1916 ; attaque sur 13 secteurs ; occupation de la Bucovine, de la Volhynie et d’une grande partie de la Galicie orientale ; transferts de plus de 400 000 hommes ennemis depuis d’autres fronts selon le texte de présentation.

Institutioneller Kontext zu Ausdehnung, territorialen Wirkungen und Truppenverlegungen; wegen des Gedenkrahmens mit Vorbehalt verwendet.

Ansehen ↗
Offizielle institutionelle KarteUnited States Military Academy, carte 35 — Brusilov Offensive, 1 May–20 September 1916

Carte double 35a/35b : concept des opérations au 1er mai 1916 et progression du 4 juin au 20 septembre 1916 ; nœuds de Kovel, Loutsk, Brody, Dniestr et Czernowitz utilisés pour la reconstruction opérative.

Maßstab, Beziehung der Achsen, zeitliche Grenze und Überprüfung der relativen Stellungen; die Dossierkarte vereinfacht die Formationen und kopiert keine Umrisse der Atlaskarte.

Ansehen ↗
Offizielle institutionelle BibliografieU.S. Army Military History Institute, Eastern Front Overview

PDF, p. 11, entrée « 1916 » : demandes alliées, échec de Lake Naroch, proposition de Broussilov, retrait de troupes austro-hongroises du front italien et arrivée de troupes allemandes ; bibliographie spécialisée immédiatement sous l’entrée.

Kontext zwischen den Fronten und Kontrollbibliografie, ohne die institutionelle Zusammenfassung in eine Verlustzählung umzudeuten.

Ansehen ↗
Institutionelle FachsyntheseReinhard Nachtigal et Lena Radauer, « Prisoners of War (Russian Empire) », 1914–1918 Online

Note 13, paragraphe commençant « Most Austro-Hungarian prisoners were taken » : au moins 380 000 prisonniers austro-hongrois pendant l’offensive Broussilov, avec renvoi à Gerald H. Davis, Life, p. 165–166.

Teilzahl der Gefangenen mit ausdrücklich genanntem Umfang, getrennt von Gesamtverlusten und deutschen Verlusten geführt.

Ansehen ↗
PrimärzeugnisA.A.Broussilov — Мои воспоминания, chapitre 12

p 213–215 et 221–224 : préparatifs, 8e armée, sapes, artillerie.

Mehrere Vorbereitungen und der Hauptstoß; die Perspektive des Oberbefehlshabers.

Ansehen ↗
PrimärzeugnisA.A.Broussilov — Мои воспоминания, chapitre 13

p 237–241 : 3e et 8e, Stokhid, groupe de la Garde, Brody et Stanislau ; dates juliennes+13 jours.

Abfolge der Armeen und Stoßrichtungen im Juli und August.

Ansehen ↗
Historische DokumentationDeutsches Historisches Museum — Brussilow-Offensive 1916

Paragraphe daté : Loutsk 7 juin, Czernowitz 18 juin.

Daten der Einnahmen; eine ethnische Deutung der Moral wird nicht übernommen.

Ansehen ↗
Historische und materielle DokumentationVHÚ Prague — Blůza rakousko-uherského pěšáka, 1914

Notice de la blouse : fermeture cachée, poches, épaules et col droit.

Grundschnitt der österreichisch-ungarischen Uniform; das Stück ist ursprünglich blaugrau.

Ansehen ↗
Historische und materielle DokumentationHeeresgeschichten — Feldbluse

Rubrique Feldbluse Muster 1915 : adoption du gris de campagne avec coupe conservée ; règlement 1910/11 reproduit.

Darstellung des Farbwechsels; Grenzen des abgebildeten Typs.

Ansehen ↗
Historische und materielle DokumentationDawid Kobiałka — Acta Universitatis Lodziensis, Folia Archaeologica 34

p 34, figure 7 et texte sur cartouche 8× 50mm du fusil Mannlicher 1895.

Einordnung der von der österreichisch-ungarischen Armee verwendeten Gewehrfamilie.

Ansehen ↗
MuseumssammlungMusée de la Grande Guerre — Russian infantry uniform 1907

Notice intégrale et photographie 34-UniformeRusse 1.webp effectivement examinées.

Khakifarbene Gymnastjorka mit Stehkragen, Schirmmütze, Stiefeln, Ausrüstung und Mosin-Nagant 1891; sommerliche Darstellung.

Ansehen ↗
MuseumssammlungMusée de la Grande Guerre — Les combattants de la Marne 1914

Mannequin allemand feldgrau 1914 examiné dans la révision de la Marne ; même famille d’équipement.

Wiederverwendete Silhouette deutscher Infanterie: bezogener Pickelhaubenhelm, feldgraue Uniform, Stiefel und Mauser.

Ansehen ↗

Redaktion: BattlesInMotion.com