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Schlacht

Schlacht an der Somme

1. Juli — 18. November 1916

Vom Durchbruchsversuch zur organisierten Abnutzung

Militärgeschichte

Wie wird eine für den Durchbruch geplante Offensive zu einer Abnutzungsschlacht und zu einem Lernprozess im Gefecht der verbundenen Waffen?

Die Somme beginnt nicht mit den Männern, die am 1. Juli aus den Gräben steigen. Sie entsteht aus einem vor Verdun entworfenen französisch-britischen Durchbruchsplan, der durch das französische Blutbad verkleinert und beschleunigt wird. Eine Woche Feuer soll Netze, Unterstände und Artillerie zerstören; seine Wirkung variiert jedoch stark je nach Geschützdichte, Granatenqualität, Gelände und Tiefe der Werke. Im Norden rücken britische Einheiten auf noch aktive Verteidigungen vor; im Süden nehmen Briten und Franzosen mehrere Ziele. Vier Monate lang setzen beide Seiten Reserven ein, verändern ihre Methoden und machen Dörfer, Höhenzüge und Wälder zu aufeinanderfolgenden Stützpunkten. Es gibt taktisches Lernen, doch es verwandelt diese Gewinne nicht in einen operativen Durchbruch.

Ein Plan vor Verdun

In Chantilly planen die Alliierten im Dezember 1915 koordinierte Offensiven für 1916. Die Somme soll eine französische Masse und eine noch wachsende britische Streitmacht vereinen. Verdun bindet anschließend französische Divisionen und Artillerie: Der britische Abschnitt weitet sich aus, während Joffre eine lange Verschiebung ablehnt, weil die Schlacht auch den Druck an der Maas lockern muss.

Zwei Vorstellungen von der Offensive

Haig hält an der Aussicht auf einen tiefen Durchbruch fest; Rawlinson bevorzugt einen begrenzteren Vormarsch unter dem Schutz der Artillerie. Der Kompromiss häuft weitreichende Ziele und ein massives Bombardement an, ohne überall das Verhältnis zwischen vorheriger Zerstörung, Infanterietempo und Eintreffen der Reserven zu lösen.

Eine heterogene Front

Nördlich der Straße Albert–Bapaume begünstigen tiefe Werke, Hänge und noch intakte Netze die deutsche Verteidigung. Weiter im Süden ist die britische Artillerie dichter; vor der französischen VI. Armee ist die Vorbereitung noch konzentrierter und die deutschen Befestigungen sind weniger entwickelt. Ein einziger Angriffszeitpunkt erzeugt daher mehrere Schlachten.

Eine Schlacht konkurrierender Anpassungen

Die Alliierten verengen die Ziele allmählich und koordinieren Artillerie, Luftwaffe und Infanterie besser. Die Deutschen geben einen Teil der Überkonzentration in der ersten Linie auf, vermehren Stellungen in Granattrichtern, Stützpunkte, sofortige Gegenstöße und Tiefe. Beide lernen unter Feuer; keiner verfügt über genügend Zeit, Überraschung und frische Reserven, um allein das Tempo zu bestimmen.

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Chronologisches Dossier

Schlacht · 26. — 30. August 1914TannenbergDie Deutschen entblößen den Norden, schlagen getrennt gegen Samsonows beide Flügel und sperren dann die Straßen von Neidenburg, Passenheim und Willenberg um sein Zentrum.Schlacht · 19. Februar 1915 — 9. Januar 1916DardanellenfeldzugMinen stoppen das Marineunternehmen; getrennte Landungen werden unter den Höhen festgehalten, dann ermöglicht Täuschung die Evakuierung von Anzac, Suvla und Helles.Schlacht · 21. Februar — 18. Dezember 1916VerdunDie deutsche Konzentration öffnet das rechte Ufer, nimmt Verdun aber nicht; Ablösungen, Artillerie und die Voie sacrée stabilisieren beide Ufer, bevor die Offensiven im Oktober und Dezember Douaumont, Vaux und den Großteil der östlichen Gewinne zurückerobern.Schlacht · 31. Mai — 1. Juni 1916SkagerrakschlachtHipper lockt Beatty zu Scheer, dann führt Beatty die Verfolgung auf Jellicoe; zwei ungünstige Aufstellungen zwingen Scheer durch Kehrtwendungen, Rauch und Torpedos zum Abbruch, bevor eine nächtliche Flucht seine Flotte rettet, ohne die Blockade zu lockern.Schlacht · 4. Juni–20. September 1916Brussilow-OffensiveVier Armeen bereiten mehrere Abschnitte vor und öffnen gemeinsam die österreichisch-ungarische Front; als sich Reserven verspätet auf Kowel konzentrieren, erschöpfen Stochid, deutsche Verstärkungen und verlängerte Logistik die Ausnutzung.Schlacht · 24. Oktober – 12. November 1917Schlacht von CaporettoDrei koordinierte Einbrüche über Plezzo, das Isonzo-Tal und die Höhen zerschlagen das IV. und XXVII. Korps; die Verfolgung wirft die italienische Armee dann an den Piave zurück.Schlacht · 20. November – 7. Dezember 1917Cambrai 1917Berechnetes Feuer, Panzer und Infanterie durchbrechen die Front ohne vorheriges Trommelfeuer; Abnutzung, Brücken und Bourlon schließen das Ausnutzungsfenster, dann zwingt eine wirksamere deutsche Gegenoffensive im Süden die Briten, den Bogen zu verkürzen.Schlacht · 8.–12. August 1918AmiensDie Alliierten verbinden Panzer, Artillerie, Luftwaffe und Infanterie, um die deutsche Verteidigung vor ihrer Wiederherstellung zu durchbrechen.

Militärgeschichte

Quellenangaben

Zeitgenössische amtliche GeschichtsdarstellungC. E. W. Bean, Official History of Australia in the War of 1914–1918, volume III, chapitre VIII

Chapitre VIII, « The Plan of the Somme Offensive », p. 219–242 ; surtout p. 219–221 sur Chantilly et le projet franco-britannique, p. 227–228 sur Verdun, le report souhaité par Haig et le refus de Joffre

Entstehung des Plans, ursprüngliche Rollenverteilung, Wirkung Verduns auf den Zeitplan und Streit über die Tiefe der Offensive.

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Zeitgenössisches Primärdokument, von einem Militärmuseum bewahrte StabsübersetzungGroupe Stein, Lessons drawn from the Battle of the Somme, rapport du 8 septembre 1916

AWM RCDIG1066606/23, titre et en-tête : réponse du 8 septembre à une instruction de la Ire armée du 24 août ; traduction GHQ du 3 octobre 1916. Sections Infantry, Machine Guns, Artillery, Communications et Aircraft.

Erfahrungsbericht der Gruppe Stein: Unterstände, Reserven, automatische Waffen und Verbindungen. Dieses Dokument ist von einem persönlichen, von Below unterzeichneten Bericht zu unterscheiden.

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Offizielles französisches DossierChemins de mémoire, « 1er juillet 1916 : offensive sur la Somme »

Sections « ATTAQUER POUR ROMPRE LE FRONT », « LES BRITANNIQUES PRÉPARENT L’OFFENSIVE », « LA PARTICIPATION FRANÇAISE À LA BATAILLE », « L’ARMÉE ALLEMANDE SUR LA SOMME », « L’ÉCHEC DE L’ASSAUT DU 1ER JUILLET » et « LE BILAN HUMAIN ET STRATÉGIQUE DE L’ATTAQUE »

Alliierter Plan, Verdun, Verteilung von Artillerie und Fronten, französisch-britische Unterschiede, Chronologie und genaue Aufschlüsselung der britischen Verluste am ersten Tag.

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Offizielle französische VeröffentlichungChemins de mémoire, dossier « La bataille de la Somme 1916 »

PDF p. 1–3, pagination de revue p. 13–15 ; passage sur l’emploi de 32 chars le 15 septembre, leurs pannes et destructions, puis paragraphe sur les pluies d’automne et l’arrêt des opérations

Erste Panzer, technische Grenzen, Herbstschlamm und französische Bilanz der Schlachtdauer.

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Wissenschaftliche EnzyklopädieWilliam Philpott, « Somme, Battles of »

1914-1918-Online, PDF p. 1–3 ; p. 1 sur plan, 1 537 pièces, plus de 1,5 million d’obus et résultats du 1er juillet ; p. 2 sur Flaucourt, Bazentin, Pozières, Flers-Courcelette, Thiepval et l’Ancre ; p. 2–3 sur pertes et portée stratégique

Gesamtchronologie, örtliche Wirkungen, französische Verluste am ersten Tag, Divisionrotationen, nationale Bilanzen und Debatte über das Ergebnis.

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Wissenschaftlicher ArtikelRobert T. Foley, « A Case Study in Horizontal Military Innovation: The German Army, 1916–1918 »

Journal of Strategic Studies 35/6 (2012), PDF p. 7–12 ; p. 7–8 sur divisions engagées et environ 430 000 pertes allemandes issues des rapports ; p. 8–9 sur doctrine de première ligne et armes combinées alliées ; p. 10–12 sur Trichterstellung, mitrailleuses, profondeur, Gegenstoß et Gegenangriff

Deutsche Anpassung während der Somme, horizontale Verbreitung der Praktiken, Tiefenverteidigung und Umfang der deutschen Verlustbilanz.

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Offizielles deutsches historisches MuseumDeutsches Historisches Museum, « Die Schlacht an der Somme 1916 »

LeMO : chapeau introductif, puis paragraphes ouverts par « Planungen für eine Offensive an der Somme », « Jeder Soldat war schwer beladen », « Mit einer zweiten Angriffswelle » et « Als die Operation Ende 1916 »

Deutsche Einordnung des ersten Tages, Zahl der Divisionen im Anfangsangriff, Tiefe der Werke und territoriale Bilanz.

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Offizielle britische VeröffentlichungDefence Science and Technology Laboratory, « If the Somme was fought today it would be a very different battle »

Paragraphes sous le chapeau, notamment le bilan de plus de 57 000 pertes et 19 240 morts, les sept jours de bombardement, les projectiles défectueux et les réseaux ou points d’appui demeurés intacts

Britische Verluste vom 1. Juli und materielle Grenzen der Artillerievorbereitung.

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Offizielle britische VeröffentlichungMinistry of Defence, « Reflections on the Somme »

Paragraphes « The Battle of the Somme » : catastrophe du premier jour, gain final d’environ six miles, chars insuffisants et peu fiables, apprentissage tactique et estimations globales de pertes

Territoriale Reichweite, Grenzen der Panzer, taktische Entwicklung und vorsichtiger Vergleich der menschlichen Bilanzen.

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Offizielles australisches MilitärmuseumAustralian War Memorial, « The Battle of the Somme: 95 years on »

Paragraphes sur le 1er juillet, la défense allemande et surtout la section Pozières, 23 juillet–3 septembre, avec plus de 24 000 pertes australiennes dont 6 741 morts

Umfang und Kosten der Kämpfe bei Pozières, Rolle der australischen Kräfte und Kontinuität zwischen Juli und September.

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Direkte institutionelle KarteUnited States Military Academy, carte 13 — Peronne and Vicinity, Battle of the Somme, Situation 1 July–19 November 1916

Atlas of the World War, carte 13 ; fichier officiel WWOne13-01.jpg. Lire le front initial, les axes Albert–Bapaume et Somme–Péronne, puis les lignes de progression datées jusqu’au 19 novembre

Toponyme, Ausrichtung der Achsen, relative Tiefe der Gewinne und allgemeine Geometrie der Lehrkarte.

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Institutionelles Museum oder historischer DienstDéfense nationale du Canada, Battle of Thiepval Ridge (26–29 September 1916)

Paragraphes de la description de bataille, de la répartition des corps à la résistance de Regina.

Grenzen der Geländegewinne Ende September und Rolle des kanadischen Korps.

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Institutionelles Museum oder historischer DienstThe Tank Museum, Tanks at Flers

Paragraphes sur le 15 septembre, 49 chars affectés, 32 au départ et 18 en action.

Einsatz der Panzer in kleinen Gruppen und Unterschied zwischen Verfügbarkeit und tatsächlichem Einsatz.

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Institutionelles Museum oder historischer DienstThe Tank Museum, Mark I

Description du type mâle, deux canons de six livres dans des casemates latérales et queue directrice.

Identifizierung der Silhouette; die Dokumentation belegt nicht die Details der Illustration.

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Institutionelles Museum oder historischer DienstHistorial de la Grande Guerre, Part Two: Fighting

Passages sur uniformes 1915–1916, bleu horizon, Adrian et casque allemand 1916.

Französische und deutsche Typen sowie der Übergang zwischen den Helmarten.

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Institutionelles Museum oder historischer DienstNational Army Museum, First World War in Five Objects

Objet consacré au casque Brodie, distribution à partir du début de 1916.

Britischer Typ mit Stahlhelm.

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Redaktion: BattlesInMotion.com