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Schlacht

Tannenberg

26. — 30. August 1914

Den Norden ausdünnen · die Flanken treffen · die Wege schließen

Militärgeschichte

Wie konzentriert die deutsche 8. Armee ihre Kräfte gegen Samsonow und hält zugleich Rennenkampf in Schach?

Die deutsche 8. Armee konzentriert ihre Korps gegen Samsonow und lässt Rennenkampf nur schwach decken. Die beiden russischen Armeen rücken auf getrennten, durch die Seen voneinander getrennten Achsen vor und erhalten Aufträge, die sie weiter auseinanderführen. Bei Tannenberg schlagen die Deutschen die Flügel der 2. Armee und erreichen anschließend deren Rückzugswege. Das weiter nördlich eingesetzte XIII. und XV. Korps zieht sich zu spät und ohne gemeinsame Richtung zurück. Die Einkesselung zerschlägt den Großteil dieses Zentrums, trotz deutscher Krisen und örtlicher Ausbruchsversuche. Die russische 1. Armee kämpft weiter.

Zwei Armeen, eine zerfallende Zusammenarbeit

Die Nordwestfront muss Rennenkampfs aus dem Nordosten kommende 1. Armee und Samsons aus dem Süden kommende 2. Armee zusammenführen. Die Masurischen Seen trennen ihre Achsen. Am 26. August weist Jilinski außerdem zwei Korps der 1. Armee nach Königsberg: In dem Moment, in dem Samsonow sie zur Bindung der 8. Armee bräuchte, erhält ein Teil der Nordarmee einen anderen Auftrag.

Ein schneller Vormarsch, ein bereits gebrochener Rücken

Samsonow bittet am 23. August um eine Pause, um seine Dienste zu ordnen; Jilinski lehnt sie ab. Die Korps marschieren auf sandigen Straßen, mit lückenhaften Verbindungen und Nachschubkolonnen, die nicht folgen können. Walsh beschreibt weniger eine Armee, die als ein Block manövriert, als fünf benachbarte taktische Gruppen, deren Führer erst spät ein gemeinsames Lagebild erhalten.

Eine deutsche Wette

Hindenburg und Ludendorff greifen ein vom Stab der 8. Armee bereits eingeleitetes Manöver auf: Das I. Korps fährt per Bahn nach Deutsch Eylau, während das XVII. Korps und das I. Reservekorps nach Süden abbiegen. Rennenkampf bleiben nur berittene und deckende Kräfte gegenüber. Die im Klartext gesendeten russischen Nachrichten stärken die deutsche Lagebeurteilung, doch kein abgefangener Befehl garantiert, dass die 1. Armee langsam bleiben wird.

Die Schlacht gilt zuerst den Flanken

Das deutsche XX. Korps hält das russische Zentrum um Hohenstein fest. Am 26. August drängt Mackensen das VI. Korps bei Bischofsburg zurück; am 27. vertreiben François und der rechte Flügel des XX. Korps das russische I. Korps aus Usdau. Die vorgeschobenen XIII. und XV. Korps sind nun im Norden gebunden, während ihre Auswege nach Neidenburg und Willenberg zu den Zielen der deutschen Flanken werden.

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Chronologisches Dossier

Schlacht · 19. Februar 1915 — 9. Januar 1916DardanellenfeldzugMinen stoppen das Marineunternehmen; getrennte Landungen werden unter den Höhen festgehalten, dann ermöglicht Täuschung die Evakuierung von Anzac, Suvla und Helles.Schlacht · 21. Februar — 18. Dezember 1916VerdunDie deutsche Konzentration öffnet das rechte Ufer, nimmt Verdun aber nicht; Ablösungen, Artillerie und die Voie sacrée stabilisieren beide Ufer, bevor die Offensiven im Oktober und Dezember Douaumont, Vaux und den Großteil der östlichen Gewinne zurückerobern.Schlacht · 31. Mai — 1. Juni 1916SkagerrakschlachtHipper lockt Beatty zu Scheer, dann führt Beatty die Verfolgung auf Jellicoe; zwei ungünstige Aufstellungen zwingen Scheer durch Kehrtwendungen, Rauch und Torpedos zum Abbruch, bevor eine nächtliche Flucht seine Flotte rettet, ohne die Blockade zu lockern.Schlacht · 4. Juni–20. September 1916Brussilow-OffensiveVier Armeen bereiten mehrere Abschnitte vor und öffnen gemeinsam die österreichisch-ungarische Front; als sich Reserven verspätet auf Kowel konzentrieren, erschöpfen Stochid, deutsche Verstärkungen und verlängerte Logistik die Ausnutzung.Schlacht · 1. Juli — 18. November 1916Schlacht an der SommeDas Bombardement erzielt je nach Abschnitt gegensätzliche Ergebnisse; die Gewinne im Süden und bei Bazentin stoßen auf Stützpunkte und Reserven, dann verschieben vier Monate Anpassung die Front, ohne sie zu öffnen.Schlacht · 24. Oktober – 12. November 1917Schlacht von CaporettoDrei koordinierte Einbrüche über Plezzo, das Isonzo-Tal und die Höhen zerschlagen das IV. und XXVII. Korps; die Verfolgung wirft die italienische Armee dann an den Piave zurück.Schlacht · 20. November – 7. Dezember 1917Cambrai 1917Berechnetes Feuer, Panzer und Infanterie durchbrechen die Front ohne vorheriges Trommelfeuer; Abnutzung, Brücken und Bourlon schließen das Ausnutzungsfenster, dann zwingt eine wirksamere deutsche Gegenoffensive im Süden die Briten, den Bogen zu verkürzen.Schlacht · 8.–12. August 1918AmiensDie Alliierten verbinden Panzer, Artillerie, Luftwaffe und Infanterie, um die deutsche Verteidigung vor ihrer Wiederherstellung zu durchbrechen.

Militärgeschichte

Quellenangaben

Wissenschaftlicher ArtikelStephen Walsh, « The Russian Army and the Conduct of Operations in 1914 »

British Journal for Military History, 2.2 (2016), p. 59–88 ; surtout p. 75–78 (PDF p. 16–19) sur les ordres de Jilinski, les cinq corps, la logistique, les interceptions et la contre-attaque ; p. 83 (PDF p. 24) sur la révision stratégique ; pp.75–78 relues lors de cette révision.

Perspektive der russischen Führung, Zusammenarbeit der beiden Armeen, Verbindungen und Nachschub, Chronologie vom 26.–30. August, russische Verluste und strategische Grenzen des deutschen Erfolgs.

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Rückblickende PrimärquelleErich Ludendorff, My War Memories, 1914–1918, volume I

Chapitre « Tannenberg », p. 44–58 ; surtout p. 46–50 sur le changement de plan, le risque Rennenkampf et le message intercepté, p. 51–55 sur Bischofsburg, Usdau, Waplitz et la fermeture, p. 56–57 sur Muschaken, Samsonov et le choix du nom ; présente révision : pp.47–57 relues, distinction des routes de Below et Mackensen.

Vom deutschen Generalstabschef beanspruchte Absichten, Korpsbewegungen, im Hauptquartier wahrgenommene Ungewissheiten, örtliche Krisen und Erinnerungskonstruktion; gegengeprüftes statt neutrales Zeugnis.

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Von einer akademischen Institution herausgegebene PrimärquellePaul von Hindenburg, message aux soldats de la 8e armée après Tannenberg, 31 août 1914

German History in Documents and Images : abstract, premier paragraphe pour les pertes de synthèse ; transcription du message, paragraphes 1–2 pour cinq corps vaincus, plus de 90 000 prisonniers et la poursuite annoncée

Am Tag nach der Schlacht verkündete Bilanz, Größenordnung der Gefangenen, vom Herausgeber angegebene deutsche Verluste und sofortige Umwandlung des Erfolgs in eine öffentliche Erzählung.

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Wissenschaftliche EnzyklopädieOxana Sergeevna Nagornaja, « Tannenberg, Battle of »

1914-1918-Online, version 1.1, sections « The Defeat of General Samsonov’s Army » et « The Mythologising of the Battle of Allenstein », PDF p. 1–2, notamment les paragraphes sur 26–30 août, environ 120 000 pertes dont 95 000 captifs, portée stratégique et « Second Cannae »

Zusammenfassung der russischen Verluste, nicht entscheidender Charakter auf Frontbreite, Fortbestand der 1. Armee und politische Herstellung des Tannenberg-Mythos.

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Offizielle museale ReferenzDeutsches Historisches Museum, « Die Schlacht bei Tannenberg 1914 »

LeMO, chapeau introductif sous le titre : 8e armée donnée à 150 000 hommes, offensive vers la 2e armée autour d’Allenstein et encerclement du 26 au 31 août

Größenordnung der 8. Armee und institutioneller deutscher Rahmen der Schlacht um Allenstein.

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Direkte institutionelle KarteUnited States Military Academy, carte 25 — Tannenberg Campaign, Situation 23 August 1914

Carte 25 de l’atlas WWI ; fichier officiel WWOne25.jpg. Lire la situation du 23 août : 1re armée russe au nord-est, 2e armée au sud, 8e armée et réseau ferré est-prussien. Image entière réexaminée lors de cette révision.

Ausgangslage, Trennung der beiden russischen Armeen, Schirm vor Rennenkampf und Verlegung des deutschen I. Korps.

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Direkte institutionelle KarteUnited States Military Academy, carte 26 — Battle of Tannenberg, Situation Evening of 26 August 1914

Carte 26 de l’atlas WWI ; fichier officiel WWOne26.jpg. Lire la situation du soir du 26 août : combats autour de Bischofsburg, Allenstein, Hohenstein et concentration du Ier corps devant Usdau. Image entière réexaminée lors de cette révision.

Relative Positionen zu Beginn der Flankenkämpfe, Vormarsch des russischen Zentrums und deutsche Achsen vor der Schließung.

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Direkte institutionelle KarteUnited States Military Academy, carte 27 — Battle of Tannenberg, Situation Evening of 30 August 1914

Carte 27 de l’atlas WWI ; fichier officiel WWOne27-01.jpg. Lire la situation du soir du 30 août : ailes allemandes rabattues, corps russes disloqués et routes méridionales contrôlées. Image entière réexaminée lors de cette révision.

Schließung über Neidenburg, Willenberg und Passenheim, endgültige Geometrie der Tasche und Unterscheidung zwischen operativer Einkesselung und durchgehendem Ring.

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Dokumentarische SchlachtordnungGeorge F. Nafziger, German Army at the Battle of Tannenberg, 26–31 August 1914

p. 1–5 : commandement de la 8e armée p. 1 ; Ier corps p. 1–2 ; XVIIe et XXe corps p. 2–3 ; Ier corps de réserve p. 3–4 ; divisions indépendantes, Landwehr et 1re division de cavalerie p. 4–5

Namen der Korpsführer und Zusammensetzung der in der Schlacht tatsächlich verfügbaren großen deutschen Verbände.

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Dokumentarische SchlachtordnungGeorge F. Nafziger, Russian Army at the Battle of Tannenberg, 26–31 August 1914

p. 1–2 pour la 1re armée et ses corps ; p. 2–4 pour la 2e armée, du Ier au XXIIIe corps, trois divisions de cavalerie et troupes d’armée

Schlachtordnung der beiden russischen Armeen, Zuordnung der Korps und Befehlshaber, Unterscheidung zwischen Rennenkampfs Kraft und Samsons fünf Korps.

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MuseumssammlungMusée de la Grande Guerre — Russian infantry uniform1907

Notice intégrale et photographie34-UniformeRusse1.webp effectivement examinées.

Khakifarbene Gymnastyorka mit Stehkragen, Schirmmütze, Stiefel, Ausrüstung und Mosin-Nagant M1891; sommerliche Typdarstellung.

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MuseumssammlungMusée de la Grande Guerre — Les combattants de la Marne1914

Mannequin allemand feldgrau1914 examiné dans la révision de la Marne ; même famille d’équipement.

Wiederverwendete Silhouette deutscher Infanterie: Pickelhaube mit Überzug, feldgraue Uniform, Stiefel und Mauser.

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Redaktion: BattlesInMotion.com