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Schlacht

Cannae

2. August 216 v. Chr.

Eine zahlenmäßige Überlegenheit wird an den Flanken gefasst – ein Ablauf voller Unwägbarkeiten

Militärgeschichte

Wie verliert das römische Heer bei Cannae nacheinander seine Flügel und schließlich seine Bewegungsfreiheit?

Rom zieht bei Cannae auf, um nach zwei schweren Niederlagen die Initiative zurückzugewinnen; Hannibal, der kurz zuvor ein römisches Lebensmitteldepot eingenommen hat, sucht seinerseits die Schlacht in einer für seine Reiterei günstigen Ebene. Der Bericht des Polybios macht die Umfassung nachvollziehbar, lässt sich aber nicht wie ein moderner Operationsbefehl lesen: Wie viel des Rückzugs beabsichtigt war, wie weit die Römer nachdrängten und wie der endgültige Zusammenbruch genau verlief, bleibt umstritten.

Rom sucht die Entscheidung

Nach der Trebia und dem Trasimenischen See erhöht der Senat den Einsatz auf acht Legionen, eine von Polybios als außergewöhnlich dargestellte Konzentration. Der Verlust des Depots von Cannae, die Verwüstungen und die unsichere Treue mancher Verbündeter machen weiteres Abwarten kostspielig, ohne die Schlacht unvermeidlich zu machen.

Eine ungewöhnlich tiefe Masse

Polybios beschreibt enger aufgestellte und erheblich tiefere Manipeln als gewöhnlich. Die Absicht, dem Angriff im Zentrum mehr Gewicht zu verleihen, ist plausibel; die römische Begründung für diese Entscheidung ist jedoch nicht überliefert.

Ein gewähltes Gelände

Polybios und Titus Livius schildern die Ebene als vorteilhaft für Hannibals Reiterei. Der Aufidus begrenzt den rechten römischen Flügel, doch sein Lauf hat sich seit der Antike verlagert, und die genaue Lage der Linien ist nicht gesichert.

Eine Linie mit ungleichen Aufgaben

Hannibal schiebt das iberisch-gallische Zentrum sichelförmig vor und hält die afrikanische Infanterie beiderseits zurück. Polybios bezeichnet diese als Reserve und verbindet die Aufstellung mit ihrem späteren Flankenangriff.

Militärgeschichte

Quellenangaben

PrimärquellePolybe, Histoires, livre III

III.107 et III.110–118, en particulier 113–117 pour la bataille

Einnahme des Depots von Cannae, römische Entscheidung zur Konzentration von acht Legionen, Gelände, überlieferte Stärken, Aufstellung, taktische Abfolge, Verluste und erste Folgen.

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PrimärquelleTite-Live, Histoire romaine, livre XXII

XXII.44–59, en particulier 46–52 pour la bataille et les pertes, 54–58 pour la réaction romaine

Paralleler Bericht zu Gelände und Kampf, Überlebende und Lager, überlieferte Verlustzahlen, Panik und anschließende neue Aushebungen in Rom.

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PrimärquelleTite-Live, Histoire romaine, livre XXIII

XXIII.1–11, en particulier 2–7 sur Capoue et 11 sur le rapport de Mago

Das durch Cannae geöffnete politische Zeitfenster, Verhandlung und Bündnis mit Capua sowie die unmittelbaren Grenzen der taktischen Entscheidung.

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Moderne FachliteraturMartin Samuels, « The Reality of Cannae »

Militärgeschichtliche Mitteilungen 47.1 (1990), p. 7–32 ; surtout p. 7–10 sur les sources et p. 21–26 sur la reconstruction

Kritik an Zuverlässigkeit und Verzerrungen der Berichte, Debatten über Truppenstärken und Oberbefehl, Zwänge der tiefen Linie sowie Alternative zum Bild eines vollkommen dichten Rings.

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Moderne FachliteraturW. C. Mahaney, « Cannae Battlefield: a geomorphic-geoarchaeologic perspective »

Studia Quaternaria 41.1 (2024), p. 37–42 ; surtout p. 39–40 sur la plaine, les terrasses, le déplacement du fleuve et les localisations concurrentes

Geomorphologischer Rahmen, vorsichtige kartografische Rekonstruktion und umstrittene moderne Lokalisierung des Schlachtfelds und des antiken Aufiduslaufs; die eigenen taktischen Thesen des Artikels werden nicht als Tatsachen übernommen.

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Redaktion: BattlesInMotion.com