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Schlacht

Trasimenischer See

217 v. Chr.

Eine römische Kolonne betritt einen verdeckten Korridor; der Durchbruch der Vorhut bleibt isoliert

Militärgeschichte

Wie verwandelt eine verborgene Aufstellung den römischen Marsch am Trasimenischen See in getrennte Kämpfe?

Nach der Trebia verwüstet Hannibal Gebiete römischer Verbündeter, um den Konsul Gaius Flaminius vor der Vereinigung mit dem anderen Konsularheer anzulocken. Die antiken Berichte führen das römische Heer anschließend am Nordufer des Trasimenischen Sees durch einen von Wasser und Höhen begrenzten Durchgang. Die karthagischen Kräfte stellen sich nachts auf und warten, bis ein großer Teil der Kolonne darin gebunden ist, bevor sie von mehreren Seiten angreifen. Nebel und Geometrie des Korridors zerteilen die römische Wahrnehmung; der Hauptkampf endet im Desaster, doch eine Gruppe von etwa 6.000 Mann durchbricht die Front, bevor sie am folgenden Tag verfolgt und gefangen genommen wird. Der genaue Ort des Schlachtfelds, die Truppenstärken und mehrere Verlustzahlen bleiben umstritten.

Den Konsul vor der Vereinigung anlocken

Polybios und Titus Livius verbinden den Kampf mit Flaminius’ Verfolgung Hannibals. Der karthagische Heerführer verwüstet das Land römischer Verbündeter und nutzt die Trennung der Konsularheere aus; bei genauer Absicht und Anteil moralischer Rekonstruktion unterscheiden sich die Berichte.

Aus dem Weg eine Falle machen

Der See schränkt die Bewegung im Süden ein, die Höhen beherrschen den Durchgang im Norden. Hannibal verteilt seine Kontingente vor Tagesanbruch; Nebel mindert die Sicht zusätzlich. Die moderne Lage dieses Korridors bleibt eine Rekonstruktion und keine gesicherte kartografische Tatsache.

Ein Sieg, der noch ausgeweitet werden muss

Der Angriff vernichtet den Zusammenhalt des größten Teils des römischen Heers, doch die Vorhut durchbricht die Front. Nächtliche Verfolgung und Kapitulation am folgenden Tag gehören ebenso zum Ergebnis wie die politische Reaktion Roms; sie dürfen nicht mit dem ersten Zusammenstoß verschmolzen werden.

Militärgeschichte

Quellenangaben

PrimärquellePolybe, Histoires, livre III

III.80–86, surtout III.83–85 pour le dispositif, le combat et la sortie des 6 000 ; III.86 pour la suite immédiate

Anlocken des Flaminius, Wahl des Durchgangs, karthagische Aufstellung, zusammenlaufender Angriff, abweichende Verlustzahlen und spätere Gefangennahme der Vorhut.

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PrimärquelleTite-Live, Histoire romaine, livre XXII

XXII.3–8, surtout XXII.4–6 pour la brume, le combat et Flaminius ; XXII.7–8 pour les pertes, les 6 000, Centenius et Fabius

Fassung des Marschs ohne Aufklärer, Dauer von etwa drei Stunden, Tod des Flaminius, Durchbruch und Kapitulation am Folgetag sowie römische Folgen.

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Wissenschaftliches FachbuchJohn F. Lazenby, “Trasimene”, Oxford Classical Dictionary

Extrait public de l’entrée : paragraphes sur l’ordre de grandeur des armées, le passage de la rive nord, la disposition des contingents, les pertes et le désaccord topographique

Moderne Größenordnungen, Synthese des Hinterhalts und Eingrenzung der Debatte zwischen vorgeschlagenen Verortungen.

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Wissenschaftliche FachausgabeJohn Briscoe et Simon Hornblower (éd.), Livy: Ab urbe condita Book XXII, Cambridge Greek and Latin Classics

Frontmatter, pp. ix–x ; carte 2, p. xv ; notes annoncées à Livy 22.4.1–7.5, avec sites et positions marqués d’un point d’interrogation

Editorischer Rahmen für die Lektüre des Titus Livius, Verwendung von Lazenbys Karten und vorsichtige Darstellung beider Verortungen sowie der karthagischen Gruppen.

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Wissenschaftliches FachkapitelNicolas Wiater, “Visualising Battle in Image and Text: Reading Kromayer against Polybius”

Chapitre 4, pp. 67–83 ; notice et résumé publics du Research Portal de l’université de St Andrews

Methodische Vorsicht: Polybios’ Erzählung gibt eine kognitive Kampferfahrung wieder und reicht nicht für eine metergenaue moderne Karte.

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FachpresseANSA, “Reperti bellici e antico cippo stradale emersi dal Trasimeno”

25 août 2022, article sur la baisse du lac : obus attribués au retrait allemand de 1944 et repère examiné comme moderne ou contemporain par la Soprintendenza

Die Nutzung jüngerer Funde begrenzen: Sie liefern keinen archäologischen Beweis für die Lage der Schlacht von 217 v. Chr.

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Redaktion: BattlesInMotion.com