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Schlacht

Trebia

218 v. Chr.

Anlocken · erschöpfen · aufgliedern · zuschlagen

Militärgeschichte

Wie kann das römische Heer im Zentrum noch durchbrechen, während seine Flügel an der Trebia der Umfassung erliegen?

Ende 218 v. Chr. erzwingt Hannibal an der Trebia eine Schlacht, während Scipio verwundet ist und Sempronius ein politisches und militärisches Zeitfenster nutzen will. Eine numidische Provokation lockt die Römer heraus; anschließend gliedern der kalte Fluss, der Druck auf die Flügel und das Hervorbrechen von Magos Reserve ihre Schlachtordnung auf. Das römische Zentrum bleibt dennoch stark genug, um durchzubrechen und Placentia zu erreichen.

Nach dem Ticinus

Nach dem Gefecht am Ticinus ist Konsul Publius Cornelius Scipio verwundet, und das römische Heer zieht sich zur Trebia zurück. Tiberius Sempronius Longus trifft mit den Streitkräften aus Sizilien ein. Die antiken Berichte stimmen beim Zusammentreffen zweier Konsularheere überein, weichen aber in den Einzelheiten der Stärke voneinander ab.

Die Provokation, die das Heer herauslockt

Numider verwüsten das Umfeld des Lagers. Sempronius schickt seine Kavallerie und etwa tausend mit Wurfspeeren bewaffnete Männer; ihre erfolgreiche Rückkehr gibt dem Konsul einen Anlass, das gesamte Heer einzusetzen. Livius und Polybios schreiben Hannibal das Kalkül zu, diese Ungeduld auszunutzen.

Zwei Bereitschaftszustände

Die Römer sind marschiert, hungrig und haben im Scharmützel bereits einen Teil ihrer Geschosse verbraucht; die Karthager konnten essen und sich vorbereiten. Samuels setzt diese Angaben in eine taktische Deutung um, macht daraus aber keine zeitgenössische Zählung von Verlusten oder Erschöpfung.

Ein Schlachtfeld mit ungewisser Lage

Trebia und die Nähe Placentias sind durch die schriftliche und geografische Überlieferung gesichert. Die genaue Lage der Lager, des Übergangs und des Bachs, in dem Mago sich verbirgt, ist dagegen seit Langem umstritten. Kromayer, Frank und örtliche Vorschläge aus Piacenza begrenzen hier den Kartenraum. Den Streit künstlich zu entscheiden ginge über die Tragfähigkeit des Dossiers hinaus.

Militärgeschichte

Quellenangaben

Digitalisierte PrimärquellePolybe, Histoires, livre III

III.69–74, rubriques « Hannibal Prepares An Ambush », « Preparations for Battle », « The Battle of the Trebia » et « The Romans Retreat to Placentia »

Vorausgehendes Scharmützel, den Befehlshabern zugeschriebene Motive, Magos Abteilung, Vorbereitung der Heere, gemeldete Stärken, Abfolge von Zentrum und Flügeln, Überlebende und Rückzug.

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Digitalisierte PrimärquelleTite-Live, Histoire romaine, livre XXI

XXI.52–57, surtout 52–54 pour la décision et la cache, 55–57 pour la bataille et la retraite

Parallelbericht über Scharmützel, Rat zum Abwarten, Vorbereitung des Hinterhalts, Übergang, Kampf, Verluste und römische Ausbrüche.

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Fachaufsatz zur MilitärhistoriografieMartin Samuels, « The Reality of Cannae »

Militärgeschichtliche Mitteilungen 47.1 (1990), pp. 20–21, section « Battle of the River Trebia »

Rekonstruktion von Größenordnungen und Aufstellung, Rolle der leichten Truppen und Kavallerie sowie Magos Angriff in den Rücken; diese Berechnungen bleiben eine moderne Deutung.

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Fachmonografie zur MilitärtopografieJohannes Kromayer et Georg Veith, Antike Schlachtfelder, Band 3

Berlin, 1912, pp. 47–103; surtout 48–57 « Die Kontroverse », 57–78 opérations et champ de bataille, 94–98 effectifs, 99–103 Polybe et Tite-Live

Stand der topografischen Kontroverse, Erörterung von Operationen und Schlachtfeld sowie kritischer Vergleich der Berichte und Stärketabellen.

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Forschungsaufsatz zur FachhistoriografieTenney Frank, « Placentia and the Battle of the Trebia »

Journal of Roman Studies 9 (1919), pp. 202–207, notice et extrait sur la localisation disputée et la fiabilité comparée de Polybe et Tite-Live

Historiografische Grenze für die Lage des Kampfes: Der Streit betrifft nicht nur eine kartografische Kuriosität, sondern auch die Deutung der Quellen.

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Wissenschaftliches FachwerkJohn F. Lazenby, « Trebia », Oxford Classical Dictionary

Extrait public de l’entrée : 36 000 fantassins et 4 000 cavaliers romains conduits sur la rive gauche, environ 29 000 fantassins et 11 000 cavaliers chez Hannibal

Moderne Prüfung des Schlachtfeld-Ufers, der Größenordnungen und der Überlegenheit der karthagischen Kavallerie; die genaue örtliche Lage bleibt durch Frank und Kromayer begrenzt.

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Institutionelle FachenzyklopädieEnciclopedia Italiana, « Trebbia »

Entrée « La battaglia della Trebbia », §§ sur le contexte, la date, le dispositif, le combat, les pertes et les conséquences

Institutionelle Synthese der Abfolge, Größenordnungen, allgemeinen Flusstopografie, des Durchbruchs nach Placentia und der Grenzen der Verlustzahlen.

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Institutionelle Karte (USMA)Department of History, United States Military Academy, « Map of the Battle of Trebia »

Carte créditée au Department of History, United States Military Academy, publiée le 26 avril 2012; fiche « Map of the Battle of Trebia »

Unabhängige relationale Prüfung der Achse Fluss–Lager–Bewegungen; die Karte dient als didaktischer Bezugspunkt, nicht als Beleg für genaue örtliche Koordinaten.

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Örtliche institutionelle QuelleVisit Piacenza, « Trebbia river: scene of many battles »

Notice touristique officielle sur la bataille de 218 av. J.-C., propositions de campements et retraite vers Plaisance

Örtliches Zeugnis zu Lagehypothesen um Piacenza; nur als Hinweis auf diese Vorschläge verwendet, ohne eine lokale Überlieferung zur Gewissheit zu machen.

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Redaktion: BattlesInMotion.com